MonatMärz 2019

Gehalt nicht pünktlich? – Ihr könnt euch wehren!

Wer einen Job begonnen hat, ist in der Regel sehr dankbar, dass bald wieder ein geregeltes Einkommen stattfinden kann und freut sich auf sein erstes Gehalt – welche Enttäuschung, wenn dieses dann zum vereinbarten Termin nicht auf dem Konto ist. Natürlich wollen wir jetzt nicht direkt auf den Tisch hauen und suchen eventuell erst einmal das Gespräch mit dem Vorgesetzten oder dem Chef und schildern das Anliegen.

Ein guter Arbeitgeber wird umgehend eine Echtzeit-Überweisung veranlassen, sodass Ihr binnen weniger Minuten das Geld auf eurem Konto habt. Ein schlechter Arbeitgeber wird sagen, er meldet es der Buchhaltung oder fragt euch, ob Ihr das Geld denn dringend bräuchtet, sonst käme es einfach mit dem nächsten Gehalt.

Wenn euch wirklich jemand die Frage stellt, ob ihr das Geld denn dringend bräuchtet, ist die sofortige Kündigung ratsam, denn verspätete Gehaltszahlungen sind dann fast schon vorprogrammiert. Natürlich braucht Ihr das Gehalt spätestens zum Ende des Monat, denn auch eure Rechnungen und die Mieten müssen bezahlt werden. Und dann ist eine Frage dieser Art vom Arbeitgeber wirklich mehr als dreist.

Lasst euch nicht ausbeuten und fordert eine Echtzeit-Überweisung. Kann diese nicht erfolgen, dann droht damit, dass Ihr solange nicht weiterarbeiten könnt, ehe das Gehalt da ist. Sollte dies nichts bringen, dann habt ihr noch das Gesetz auf eurer Seite. Ihr könnt den Arbeitgeber schriftlich ermahnen, das Gehalt zu zahlen und den Pauschalbetrag von 40,00 Euro für die Verspätung einfordern. Für jeden Tag der Verspätung können Zinsen verlangt werden, unter Berücksichtigung der eigenen Dispo-Zinsen bei Kontoüberziehungen – hier gehen die Meinungen jedoch auseinander, ob man nur 5% über des Basis-Zinssatz einfordern sollte. Man sollte aufgrund der entstandenen Kosten dennoch versuchen, die eigenen Dispo-Zinsen einzufordern. Natürlich unabhängig davon, ob ihr euer Konto wirklich bereits überziehen musstet oder nicht.

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2 Wochen Probearbeiten – ist das nötig?

Habt ihr auch schon einmal ein gutes Vorstellungsgespräch gehabt und wurdet zum Probearbeiten eingeladen? Dann kennt ihr das sicherlich auch eher so, dass man zu einem bis drei Tagen eingeladen wird, sich ein genaues Bild vom zukünftigen Arbeitsplatz machen zu dürfen. Zudem könnt ihr beweisen, dass euer Gespräch auch Tatsachen entspricht.

Eher seltener, aber durchaus bereits vorkommend, werdet ihr auch zu längerem Probearbeiten eingeladen. In meinem Fall waren es ganze 2 Wochen. Das entspricht bereits 8,3 Prozent von eurer durchschnittlichen Probezeit, welche in der Regel 6 Monate lang ist. Muss das denn sein? Reicht die Probezeit nicht aus, die Entscheidung zu treffen, ob eine weitere Zusammenarbeit sinnvoll wäre? Da kommt einem der Verdacht, dass der zukünftige Arbeitgeber die Einarbeitungsphase auf die Probearbeitstage verlegen will und ihr quasi bei Vertragsbeginn bereits angelernt seid und loslegen könnt. Die Probearbeit erfolgt unentgeltlich und auf freiwilliger Basis, aber natürlich wäre es dämlich, dies nicht zu tun, denn dann wird man sich sicherlich nicht für euch entscheiden.

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5 Gründe, schnell wieder den Arbeitgeber zu wechseln

Das ein oder andere Mal kann es tatsächlich vorkommen, dass ihr erst soeben einen neuen Job angefangen habt und euch eigentlich sehr wohl fühlt, sodass ihr die offensichtlichen Warnzeichen nicht wahrnehmen könnt.
Ihr lasst euch blenden und glaubt, dass dieses Mal alles besser kommen wird, als beim vorherigen Arbeitgeber. Natürlich wünsche ich euch das, dennoch solltet ihr sehr wachsam sein und sensibel gegenüber einigen, sehr offensichtlichen Gründen, schnell wieder den Arbeitgeber zu wechseln.

Das Dilemma beginnt alleine schon bei der Firmenpräsenz. Oftmals sagt alleine schon der Internetauftritt viel über einen potenziellen Arbeitgeber aus. Besonders, wenn im  Bereich des Marketings oder der IT gesucht wird, jedoch die Webseite in einem alten Design mit sämtlichen Rechtschreibfehlern und einem schlechten Quellcode ausgestattet ist. Nun denkt man sich, dass man sich lieber ein persönliches Bild von dem Unternehmen macht und lässt sich auf ein Vorstellungsgespräch ein.

Der ein oder andere ist glücklicherweise mit der Fähigkeit geboren worden, andere Menschen direkt zu durchschauen und Unwahrheiten direkt zu erkennen, den meisten von uns ergeht es aber eher so, dass man eben nur vor den Kopf gucken kann. So lassen wir uns erstmal viel erzählen und ansprechend reden. Unser Interesse wurde geweckt und man hat richtig Lust auf die neue Stelle bekommen.
Einige mögen eventuell aus Freude und Berufung arbeiten, andere jedoch nur, weil das Portemonnaie es sagt. Um nicht wieder ins Klo gegriffen zu haben, sollten wir also die Warnzeichen vorab erkennen und im Zweifel den Arbeitgeber wieder wechseln. Schließlich ist das Leben zu kurz, um sich mit einem schlechten Arbeitgeber zufrieden zu geben.

5 Gründe für den Wechsel:

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Wenn die Stadt dich hinters Licht führt – Scheinselbstständigkeit

Auch die Stadt ist längst nicht in allen Bereichen ehrlich und versucht oft, durch Gesetzeslücken den Arbeitnehmer auszutricksen, nur um Kosten zu sparen. Da kann es sehr schnell passieren, dass man einen tollen Job über die Stadt ergattert hat und als Honorar-Kraft eingestellt wird. Jetzt sitzt man jedoch bereits in der Falle – ihr seid scheinselbstständig.

Das hat verheerende Auswirkungen, denn ihr habt nun dennoch nur einen Auftraggeber (in dem Beispiel die Stadt), seid aber gleichzeitig selbstständig und somit auch verpflichtet, ein Gewerbe anzumelden. Einen freien Mitarbeiter quasi wie einen Arbeitnehmer zu verpflichten, ihm vorschreiben, zu welchen Zeiten gearbeitet wird, aber ihn dann nicht sozialversicherungspflichtig anstellen, sondern nur auf Honorar-Basis bezahlen, das ist neuerdings die Masche der Städte, wie in meinem Bekanntenkreis leider aufgefallen ist.

Bei nahezu jeder zweiten, freiwilligen Statusfestellung entscheidet die Deutsche Rentenversicherung, dass es sich um eine Scheinselbstständigkeit handelt. Im Jahre 2006 war es lediglich jede fünfte Feststellung.

Ihr mögt jetzt denken, dass ihr dem entgehen könnt, wenn ihr einfach verschiedene Auftraggeber wählt und das Gewerbe anmeldet, aber es ist sogar möglich, dass ihr zur gleichen Zeit selbstständig und scheinselbstständig seid. Wenn nur ein Vertragsgegenstand Weisungen enthält, kann das für euch negativ ausgelegt werden. Nehmen wir als Beispiel einfach die Dienstleistung eines Kommunikations-Coachings, welches ihr verschiedenen Firmen anbieten wollt. Dazu legt ihr natürlich Ort und Zeit fest, damit das Coaching auch stattfinden kann. Für die Rentenversicherung wird das jedoch tatsächlich schon als eine Weisungsgebundenheit gezählt und somit als scheinselbstständig gewertet.

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5 No-Go’s vor dem eigentlichen Vorstellungsgespräch

Ob man es glaubt oder nicht, es gibt unglaublich viele Fehler, die man bereits vor einem Vorstellungsgespräch machen kann. Einige führen tatsächlich dazu, dass das Vorstellungsgespräch erst gar nicht stattfindet oder man sich im Nachhinein dann doch nicht für euch entscheiden wird.

Meist sind es ganz banale Fehler, die euch selbst eventuell gar nicht mehr auffallen oder die ihr nicht für schlimm empfindet, darum trage ich hier 5 No-Go’s zusammen, die bereits vor dem eigentlichen Vorstellungsgespräch vermieden werden sollten:

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Angst vor dem Betriebsarzt?

Es kann jeden irgendwann einmal treffen, dass man öfter hintereinander krank wird und dann eventuell vom Arbeitgeber zum Betriebsarzt geschickt wird. Sollte man sich davor fürchten? Was soll man beachten?

Zuerst kann man sagen, dass der Betriebsarzt nur zur Sicherheit des Arbeitgebers eingeschaltet wird, damit dieser die Möglichkeit hat, euren Krankheitszustand besser einzuschätzen. Er ist nicht dazu da, um die Krankmeldung eures Arztes aufzuheben. Wenn ihr bereits in Behandlung seid, dann kann der Betriebsarzt für euch auch als eine zweite Meinung Unterstützung bieten.

In erster Linie solltet ihr den Arzt auf seine Schweigepflicht hinweisen. Dies ist zwar eigentlich selbstverständlich, aber man weiß ja nie. Ein Betriebsarzt hat eine beratende Funktion und hilft dem Unternehmen, die Arbeitsbedingungen „gesund“ zu halten, um häufige Krankheitsfälle zu vermeiden.

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Weiterbildungsmaßnahmen – hilfreich oder nicht?

Während einer Arbeitslosigkeit überlegt man oft, was man tun kann, um schnell wieder einen Job zu bekommen. Schließlich stapeln sich die Rechnungen und wollen bezahlt werden, aber dazu reicht das Arbeitslosengeld nur bedingt. Man hat sich ja schließlich seinen Lebensstandard aufgebaut und plötzlich nur noch 60% seines Nettolohnes übrig.

Aus diesem Grund habe ich damals mit meinem Arbeitsvermittler bei der Agentur für Arbeit gesprochen und um die Möglichkeit einer Weiterbildung gebeten. In meinem Umkreis wurden sehr viele Finanzbuchhalter gesucht, aber leider hatte ich bei meinem IHK-Abschluss nur die Note Mangelhaft erreicht. Buchhaltung und ich – das lief nicht so gut.
Darum bat ich, mir in dem Bereich eine Weiterbildung zu ermöglichen, damit ich dieses Defizit ausgleichen und aufarbeiten kann.

Es ist nicht so leicht, seinen Arbeitsvermittler davon zu überzeugen, deshalb braucht ihr da sehr gute Argumente:

  1. ihr wollt eure Defizite ausgleichen
  2. eventuelle Stärken sollen ausgearbeitet werden
  3. potenzielle Arbeitgeber suchen bestimmte Qualifikationen, die euch noch fehlen
  4. ihr möchtet unbedingt gut auf den nächsten Job vorbereitet sein und etwas sinnvolles während der Arbeitslosigkeit tun

Natürlich könnt ihr auch andere Gründe nennen, weshalb ihr gerne an einer Weiterbildung teilnehmen möchtet, Hauptsache der Arbeitsvermittler ist davon überzeugt und stellt euch einen Bildungsgutschein aus, den ihr dann bei den Weiterbildungsanbietern einreichen könnt.

Ich konnte mir dann zum Glück eine geeignete Einrichtung suchen, die mir genau die Weiterbildung bieten konnte, die ich benötigte und mit dem Arbeitsvermittler vorab festgelegt hatte. So kam ich zu dem COMCAVE.COLLAGE.

Dort hatte man tatsächlich noch ein Vorstellungsgespräch und auch eine Vertragsunterzeichnung für den Weiterbildungszeitraum, nachdem man in einem Gespräch ermittelt hat, ob man für die Maßnahme qualifiziert ist. So wird tatsächlich geprüft, ob man die Weiterbildung ernst nimmt und diese auch wirklich für einen geeignet ist. Das fand ich sehr professionell.

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Sollte ich ein Grenzgänger werden?

In einer Phase des Lebens eine sehr ausschlaggebende Entscheidung zu treffen, das fällt nicht immer leicht.
Mir ist es vor 2 Jahren auch so ergangen, als ich mich in einer Weiterbildungsmaßnahme befand und nebenbei verzweifelt nach einer neuen Herausforderung und einem möglichst besseren Arbeitgeber als zuvor gesucht habe.

Dank der Unterrichtsstunden bei dem COMCAVE.COLLEGE, hatte ich auch in meinem Social Media-Kurs die Gelegenheit, meinen Xing-Account wieder zu nutzen und auch mal vernünftig mit Daten zu füttern. Während eines Angestelltenverhältnisses kommt man dann doch eher selten dazu, dieses auch immer aktuell zu halten. Aber es erwies sich durchaus als sehr praktisch und nach kurzer Zeit hatte ich auch einige Profilbesucher.

Es kam dann eines Tages dazu, dass mich ein netter, junger Headhunter (Personalvermittler) auf Xing angeschrieben hatte und mir eine Stelle in den Niederlanden anbieten konnte, die auf meine Profilangaben passen würde. Ich habe mir sein Angebot sehr gut durchgelesen und fand es gar nicht mal so schlecht, jedoch störte mich ein ganz großer Faktor – das Arbeiten im Ausland.
So schien es mir doch eher kompliziert und ein mit unnötigem Papierkram einhergehendes Unterfangen zu sein, weshalb ich erst einmal abgelehnt habe und auch meine Bedenken gegenüber der Arbeit im Ausland geäußert habe. Mir wurde dann zum Glück nochmals eine Nachricht zugeschickt, in der angeboten wurde, dass man sich einfach mal persönlich treffen könne und bei einem Kaffee über diese Bedenken offen sprechen könne, es ließe sich sicherlich eine Lösung finden. Und ich habe mich wirklich dazu überreden lassen, auf das Treffen einzugehen. Meine Bedenken über die Arbeit im Ausland und als Grenzgänger unterwegs zu sein, konnte der junge Herr ziemlich gut aus der Welt schaffen.

Mich beschäftigte vor allem, wie es mit der Krankenkasse dann läuft und was mit meiner Rente (welche ich, wenn es so weiter läuft in Deutschland, eh nie bekommen werde) passiert, oder wie es mit der Lohnfortzahlung bei einer längeren Krankheit aussieht und vor allen Dingen, wie mache ich meine Steuerunterlagen oder lese die Amtsdokumente, wenn diese in einer fremden Sprache sind? Das sind schließlich alles sehr wichtige Fragen, welche mich vor einen großen Berg der Verunsicherung stellten.
Nachdem ich dann aus reiner Neugierde mit meinem Mann im Internet ein bisschen zum Arbeiten im Ausland, insbesondere den Niederlanden, recherchiert habe, wurde meine Verunsicherung nur noch größer und ich war mir sehr sicher – nein, dass mache ich nicht.

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