Kategorie: Ausbildung

Wie lange Probearbeiten – sind zwei Wochen nötig?

Habt ihr auch schon einmal ein gutes Vorstellungsgespräch gehabt und wurdet zum Probearbeiten eingeladen? Dann kennt ihr das sicherlich auch eher so, dass man zu einem bis drei Tagen eingeladen wird, sich ein genaues Bild vom zukünftigen Arbeitsplatz machen zu dürfen. Zudem könnt ihr beweisen, dass euer Gespräch auch Tatsachen entspricht.

Eher seltener, aber durchaus bereits vorkommend, werdet ihr auch zu längerem Probearbeiten eingeladen. In meinem Fall waren es ganze zwei Wochen. Das entspricht bereits 8,3 Prozent von eurer durchschnittlichen Probezeit, welche in der Regel sechs Monate lang ist. Muss das denn sein? Reicht die Probezeit nicht aus, die Entscheidung zu treffen, ob eine weitere Zusammenarbeit sinnvoll wäre? Da kommt einem der Verdacht, dass der zukünftige Arbeitgeber die Einarbeitungsphase auf die Probearbeitstage verlegen will und ihr quasi bei Vertragsbeginn bereits angelernt seid und loslegen könnt. Die Probearbeit erfolgt unentgeltlich und auf freiwilliger Basis, aber natürlich wäre es dämlich, dies nicht zu tun, denn dann wird man sich sicherlich nicht für euch entscheiden.

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5 No-Go’s vor dem eigentlichen Vorstellungsgespräch

Ob man es glaubt oder nicht, es gibt unglaublich viele Fehler, die man bereits vor einem Vorstellungsgespräch machen kann. Einige führen tatsächlich dazu, dass das Vorstellungsgespräch erst gar nicht stattfindet oder man sich im Nachhinein dann doch nicht für euch entscheiden wird.

Meist sind es ganz banale Fehler, die euch selbst eventuell gar nicht mehr auffallen oder die ihr nicht für schlimm empfindet, darum trage ich hier 5 No-Go’s zusammen, die bereits vor dem eigentlichen Vorstellungsgespräch vermieden werden sollten:

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Weiterbildungsmaßnahmen – hilfreich oder nicht?

Während einer Arbeitslosigkeit überlegt man oft, was man tun kann, um schnell wieder einen Job zu bekommen. Schließlich stapeln sich die Rechnungen und wollen bezahlt werden, aber dazu reicht das Arbeitslosengeld nur bedingt. Man hat sich ja schließlich seinen Lebensstandard aufgebaut und plötzlich nur noch 60% seines Nettolohnes übrig.

Aus diesem Grund habe ich damals mit meinem Arbeitsvermittler bei der Agentur für Arbeit gesprochen und um die Möglichkeit einer Weiterbildung gebeten. In meinem Umkreis wurden sehr viele Finanzbuchhalter gesucht, aber leider hatte ich bei meinem IHK-Abschluss nur die Note Mangelhaft erreicht. Buchhaltung und ich – das lief nicht so gut.
Darum bat ich, mir in dem Bereich eine Weiterbildung zu ermöglichen, damit ich dieses Defizit ausgleichen und aufarbeiten kann.

Es ist nicht so leicht, seinen Arbeitsvermittler davon zu überzeugen, deshalb braucht ihr da sehr gute Argumente:

  1. ihr wollt eure Defizite ausgleichen
  2. eventuelle Stärken sollen ausgearbeitet werden
  3. potenzielle Arbeitgeber suchen bestimmte Qualifikationen, die euch noch fehlen
  4. ihr möchtet unbedingt gut auf den nächsten Job vorbereitet sein und etwas sinnvolles während der Arbeitslosigkeit tun

Natürlich könnt ihr auch andere Gründe nennen, weshalb ihr gerne an einer Weiterbildung teilnehmen möchtet, Hauptsache der Arbeitsvermittler ist davon überzeugt und stellt euch einen Bildungsgutschein aus, den ihr dann bei den Weiterbildungsanbietern einreichen könnt.

Ich konnte mir dann zum Glück eine geeignete Einrichtung suchen, die mir genau die Weiterbildung bieten konnte, die ich benötigte und mit dem Arbeitsvermittler vorab festgelegt hatte. So kam ich zu dem COMCAVE.COLLAGE.

Dort hatte man tatsächlich noch ein Vorstellungsgespräch und auch eine Vertragsunterzeichnung für den Weiterbildungszeitraum, nachdem man in einem Gespräch ermittelt hat, ob man für die Maßnahme qualifiziert ist. So wird tatsächlich geprüft, ob man die Weiterbildung ernst nimmt und diese auch wirklich für einen geeignet ist. Das fand ich sehr professionell.

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Aufhebungsvertrag wegen häufiger Krankmeldung

Wer kennt es nicht, dass man plötzlich eine chronische Krankheit hat oder eine Erkrankung so stark gewesen ist, dass sich das Immunsystem nicht wieder richtig erholen kann.

Mir ist leider letzteres passiert und ich wurde häufig krank. Erst mit einer saftigen Stimmbandentzündung, die sich 3 Wochen lang hielt, dann schlug das ganze auf den Kehlkopf, da man sich nicht richtig auskuriert hatte. Man wollte ja schnell wieder fit sein für die Arbeit. Das kann aber auch nach hinten los gehen, wie ich leider feststellen musste. Mein Immunsystem war deswegen so stark geschwächt, dass ich jede leichte Erkältung direkt abbekommen hatte. Und wenn  man dann auch noch mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Ausbildung oder Berufsschule fährt, dann kein Wunder.

Ich habe ein richtig schlechtes Gewissen gehabt und habe direkt das Gespräch mit meiner Ausbildungsleiterin gesucht. Sie hatte mir versichert, dass ich mir keine Sorgen machen müsste. Wenn man krank ist, dann ist man nun einmal krank.

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Berufsschulstart – Spenden ist Pflicht !?

In der Berufsschule angekommen, werden zur Begrüßung direkt wieder schöne Gebühren fällig:

– Büchergeld und Kopiergeld –

Aber wer in so jungen Jahren mit dem kleinen Budget auskommen muss, der bekommt bei der Höhe der fälligen Kosten erst einmal einen Nervenzusammenbruch:

35 € für dieses Buch, 19,95 € für ein Arbeitsheft und nochmal 24,99 € für ein anderes Buch.
„Ok“, habe ich mir da gedacht, denn ich möchte ja Lernmaterial haben und dann muss das wohl sein. Also mal die knapp 80 € zusammengekratzt und Bücher bestellt.

Damit aber noch nicht genug. Am nächsten Tag gab es einen schönen Zettel mit der bitte um eine Spende – für Kopiergeld – und es sei Pflicht!
Häää? Spende sei Pflicht? Aber das ist doch ein Paradoxon, denn Spenden ist von sich aus schon freiwillig, wie soll das dann Pflicht sein? Und dann auch noch in Höhe von 25 €!!!

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BAB – kleine Unterstützung zur Ausbildungsvergütung

Nun hieß es für mich damals, neben Ausbildungsplatz finden, auch ausziehen und eine Wohnung finden, da Familie ja so schön sein kann, aber das ist ein anderes Thema.

Nach stundenlangem ausrechnen (ich hasse Mathe!) hatte ich einen Finanzplan mit meinem Freund erstellt, damit wir uns bloß nicht in Schulden wiederfinden. Mit dem kleinen Budget eine schöne Wohnung zu finden war schon echt schwer, aber wir hatten innerhalb von 4 Monaten echt einen Glücksgriff gemacht. Da wir beide erstmal nur unsere Ausbildungsvergütung hatten, mussten wir zusehen, dass nebenbei noch irgendwie ein bisschen Geld zusammen kommt, damit man auch Rücklagen aufbauen kann. Für uns war es das Beste, die „Berufsausbildungsbeihilfe“ (BAB) zu beantragen.

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Ausbildung – der 1. Schritt in die falsche Richtung?

Da hat man es so langsam mit der Schule endlich hinter sich und freut sich auf ein neues Terrain, da muss man auch gleich die ersten Niederlagen einstecken.

Wer hat sich nicht während der letzten Schultage voller Enthusiasmus ans Bewerbungsschreiben für die erste Ausbildungsstelle gesetzt?
Und dann steht man erstmal da, wie bestellt und nicht abgeholt, da man ja nie richtig gelernt hat, Bewerbungen zu schreiben.
In manchen Schulen gab es Projekttage, an denen extra ein Bewerbungstrainer gute Tipps gegeben hat und an einigen Schulen gab es so etwas nicht.

Das tollste für mich war damals, dass meine Eltern Hartz IV bekommen haben und man als Kind dann auch automatisch beim JobCenter registriert ist. In unserer Schule gab es extra von der Bundesagentur für Arbeit eine Ausbildungshelferin, die uns einige erste Ausbildungsplätze vermitteln konnte. Ich bin natürlich damals direkt hin und wollte mich auch beraten lassen, da hieß es nach der Datenerfassung zu meiner Person plötzlich: „Oh, wie ich sehe sind Ihre Eltern beim JobCenter registriert, dann ist es uns leider untersagt, Ihnen weiter zu helfen. Da muss Ihnen dann das JobCenter weiter helfen!“. Ähhh…hallo??? Ich war wirklich fassungslos und dachte mir nur, Deutschland, was soll das? Hier beginnt also bereits der unfaire Weg: von wegen „Chancengleichheit“!

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