In der Berufsschule angekommen, werden zur Begrüßung direkt wieder schöne Gebühren fällig:

– Büchergeld und Kopiergeld –

Aber wer in so jungen Jahren mit dem kleinen Budget auskommen muss, der bekommt bei der Höhe der fälligen Kosten erst einmal einen Nervenzusammenbruch:

35 € für dieses Buch, 19,95 € für ein Arbeitsheft und nochmal 24,99 € für ein anderes Buch.
„Ok“, habe ich mir da gedacht, denn ich möchte ja Lernmaterial haben und dann muss das wohl sein. Also mal die knapp 80 € zusammengekratzt und Bücher bestellt.

Damit aber noch nicht genug. Am nächsten Tag gab es einen schönen Zettel mit der bitte um eine Spende – für Kopiergeld – und es sei Pflicht!
Häää? Spende sei Pflicht? Aber das ist doch ein Paradoxon, denn Spenden ist von sich aus schon freiwillig, wie soll das dann Pflicht sein? Und dann auch noch in Höhe von 25 €!!!

Das fand ich sehr merkwürdig und ich habe meinen Freund gebeten, einmal zu googeln, ob die das wirklich verlangen können und siehe da, dürfen sie in der Höhe NICHT!

Zwar darf die Berufsschule eine Gebühr verlangen, aber diese betrifft alle Materialien (also sowohl Bücher, als auch Kopien, etc.) und damit hat es sich. In meinem Fall hatte ich also schon 80 € selber bezahlt und deshalb durften sie nicht noch mehr Geld verlangen. Natürlich haben fast alle aus meiner Klasse bezahlt, aber ich nicht. Ich habe meiner Klassenlehrerin dann den Gesetzestext gezeigt und ihr gesagt, dass ich mehr als meinen geforderten Eigenanteil gezahlt habe und deshalb keinen Grund sehe, nochmals 25 € zu blechen. Sie war zwar nicht begeistert, musste es aber akzeptieren. Und ich hatte trotzdem alle Kopien, denn eine Schule ist verpflichtet, alle klausurrelevanten Kopien zur Verfügung zu stellen.

Ich habe hier einmal eine kleine Übersicht, da könnt ihr das genau sehen:

eigenanteil-berufskolleg

Also lasst euch bloß nicht abzocken!

 

 

Quelle: https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Recht/Schulrecht/Verordnungen/VO_96_5.pdf