Nun hieß es für mich damals, neben Ausbildungsplatz finden, auch ausziehen und eine Wohnung finden, da Familie ja so schön sein kann, aber das ist ein anderes Thema.

Nach stundenlangem ausrechnen (ich hasse Mathe!) hatte ich einen Finanzplan mit meinem Freund erstellt, damit wir uns bloß nicht in Schulden wiederfinden. Mit dem kleinen Budget eine schöne Wohnung zu finden war schon echt schwer, aber wir hatten innerhalb von 4 Monaten echt einen Glücksgriff gemacht. Da wir beide erstmal nur unsere Ausbildungsvergütung hatten, mussten wir zusehen, dass nebenbei noch irgendwie ein bisschen Geld zusammen kommt, damit man auch Rücklagen aufbauen kann. Für uns war es das Beste, die „Berufsausbildungsbeihilfe“ (BAB) zu beantragen.

BAB ist dazu da, um jungen Leuten in der Ausbildung zu ermöglichen, in die Nähe der Ausbildungsstätte zu ziehen, wenn das Pendeln vom Elternhaus aus nicht zumutbar ist. Natürlich werden die Gehälter der Eltern berücksichtigt, denn wenn diese reich sind, dann müssen sie auch leider für euch zahlen. Dies war bei mir nicht der Fall und leider bin ich auch nicht in die Nähe der Ausbildungsstätte gezogen, sondern weiter weg. Aber ich habe mir gedacht, mehr als eine Ablehnung kann nicht passieren und habe die vielen Unterlagen ausgefüllt.

Das tolle ist nur, dass man BAB wirklich NUR als „kleines Extra“ sehen darf, denn man benötigt für die Antragsstellung nicht nur den gültigen Ausbildungsvertrag, sondern auch bereits den gültigen Mietvertrag. Heißt also, man muss die Miete auch ohne BAB erstmal gut aufbringen können, denn nicht immer springt etwas dabei raus.
Rechnet also BAB nie als festes Einkommen mit!

Ob ihr alle Voraussetzungen erfüllt, könnt ihr einfach auf der Website der Bundesagentur nachlesen. Aber ein kleiner Tipp: Selbst wenn nicht, einfach probieren.
Ich muss sagen, es hat sich bei mir wirklich gelohnt. Nach deren Berechnungen habe ich dann für das erste Ausbildungsjahr über 200€ pro Monat BAB bekommen und für die anderen beiden Jahre dann jeweils knapp 70€.

Das war schon echt hilfreich, zumal man dies nicht zurückzahlen muss, wie beispielsweise beim BAföG.