Ein Arbeitszeugnis ist die Bewertung eurer bisher getätigten Arbeit bei eurem letzten Arbeitgeber und dient daher als wichtiger Nachweis über eure bisher eingebrachten Fähigkeiten. Man kann durchaus sagen, dass ein Arbeitszeugnis wichtiger ist, als euer Berufsschul- oder Abschlusszeugnis.
Denn nur durch ein Arbeitszeugnis bzw. Zwischenzeugnis kann der neue Arbeitgeber einen Eindruck davon gewinnen, wie ihr möglicherweise die kommenden Aufgaben erledigen würdet. Ihr solltet deshalb genau darauf achten, was in dem Zeugnis über euch und eure Fähigkeiten geschrieben wurde. Vor allen Dingen solltet ihr darauf achten, dass es sich um ein qualifiziertes Arbeitszeugnis handelt.

Oftmals wissen diejenigen in dem Unternehmen, die eure Arbeitszeugnisse erstellen sollen, gar nicht genau, welche Aufgaben ihr bisher alle erledigt habt und somit schleichen sich hier öfters einmal Fehler ein. Getrost dem Motto: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!“, solltet ihr besonders bei Aufzählungen eurer Aufgaben und auch bei den wohlwollend klingenden Sätzen acht geben. Hier können sich grobe Fehler einschleichen, welche sich negativ auf das gesamte Zeugnis auswirken können und somit dem neuen Arbeitgeber ein falsches Bild von euch vermitteln.

Welche Punkte solltet ihr also genau beachten und wie könnt ihr selber ein gutes Arbeitszeugnis schreiben? All‘ das erfahrt ihr hier in diesem Artikel.

Als erstes solltet ihr euch überlegen, welches Zeugnis ihr benötigt und für welchen Zweck ihr dieses nutzen wollt:

1. einfaches Arbeitszeugnis
– dieses enthält in der Regel nur die Angaben zu eurer Person, die Art und Dauer der Beschäftigung, sowie eine Beschreibung der Beschäftigung. Es werden keine Leistungs- oder Verhaltensbeurteilungen getätigt.

(dieses Zeugnis ist ausreichend für den Nachweis, dass ihr bei dem Arbeitgeber angestellt gewesen seid, etwa für die Unterlagen vom Arbeitsamt, etc.)

 

2. qualifiziertes Arbeitszeugnis
– Im qualifizierten Arbeitszeugnis werden, im Gegensatz zum einfachen Zeugnis, Beurteilungen über die Leistung und das Verhalten gegenüber Kunden, Vorgesetzten und Kollegen benannt. Eventuell wird hier auch über eure Entwicklung innerhalb des Beschäftigungszeitraumes berichtet.

(die meisten Arbeitgeber verlangen heutzutage das qualifizierte Zeugnis, um sich ein besseres Bild über euch machen zu können)

Es steht somit außer Frage, welches Zeugnis ihr unbedingt anfordern solltet.

 

Im nächsten Schritt solltet ihr unbedingt auf die Umsetzung folgender Punkte achten:

  • Auflistung eurer Tätigkeiten und Aufgabenbereiche
  • korrekte Schreibweise eurer Jobbezeichnung und eurem Namen, sowie auch korrekte Rechtschreibung
  • sofern gegeben, die Anführung des Grundes, weshalb das Arbeitsverhältnis endet (z. B. betriebsbedingt oder wegen beiderseitiger Vertragsendung)
  • Verhalten zu Kunden (und in der Reihenfolge als erstes genannt) – denn steht dies nicht im Zeugnis, gehen Personaler davon aus, dass ihr eventuell keinen Kundenkontakt hattet, oder dieser so schlecht war, dass er daher nicht erwähnt wird.
  • die „typischen“ wohlwollend klingenden Formulierungen, die es faustdick hinter den Ohren haben können. – Wie solche Formulieren aussehen und zu deuten sind, könnt ihr in diesem Artikel nachlesen: „Welche Note hat mein Arbeitszeugnis?“

 

Beispiel für ein schlechtes Arbeitszeugnis in Bezug auf die Erstellung und den Inhalt:

 

Nicht nur, dass dieses Zeugnis auch die Ausbildungszeit aufgreift, obwohl hierfür definitiv ein eigenes Zeugnis nötig ist, es enthält auch eine falsche Gliederung und Rechtschreibfehler. Ganz zu schweigen von der unzureichenden Ausführlichkeit und der kurzen Unternehmensvorstellung, die hier gänzlich fehlt.

Einige Aufgaben stimmen auch nicht ganz mit den tatsächlich ausgeführten Aufgaben überein, weshalb man hier einen Einspruch gegen das erstellte Zeugnis einlegen sollte. Und bevor der Arbeitgeber erneut ein Zeugnis erstellt, welches man selber nicht ganz wahrheitsgemäß findet, solltet ihr euer Zeugnis am besten selbst schreiben. Ihr selbst wisst nicht nur am besten, wie genau euer Arbeitsalltag ausgesehen hat und welche Fähigkeiten gefragt waren, ihr könnt somit auch eure Schwerpunkte individuell setzen. Im Internet findet ihr hierzu viele praktische Hilfeseiten und Zeugnis-Generatoren.

Benötigt ihr hierbei weitere Unterstützung?

Schreibt mit einfach eine kurze Nachricht, gerne an zeugnis@jobfails.de und ich helfe euch so schnell ich kann.

Weitere Dienstleistungen findet Ihr hier.

Ich freue mich auf eure Nachrichten!