„Herr Kerner hat die Ihm übertragenen Aufgaben zu unserer vollen Zufriedenheit erledigt.“

Dieser Satz liest sich in einem Arbeitszeugnis jetzt nicht unbedingt schlecht und lässt eine gute Note vermuten, tatsächlich ist dies aber schon nur noch ein befriedigendes Ergebnis (Schulnote 3). Dadurch, dass Arbeitszeugnisse nach §109 Absatz 2 der Gewerbeordnung wohlwollend formuliert sein müssen, fällt es einem nicht leicht, sofort die Note aus diesem Zeugnis heraus zu lesen. Es erfordert einige Übung und man sollte die typischen Wortlaute kennen.

 

Ich zeige euch hier einige dieser Formulierungen und für welche Note diese stehen sollen. Beachtet aber unbedingt, dass sich das Zeugnis aus mehreren solcher Formulierungen zusammensetzt und sich somit eine durchschnittliche Note ergibt.

Im Arbeitszeugnis gibt es quasi eine Formulierung, die die Gesamtnote widerspiegelt. Ihr findet diesen Satz verborgen in der Formulierung über die Zufriedenheit mit der Leistung. Geübte Personaler suchen danach meist als erstes, ehe sie sich die Bewerbungen dann weiter anschauen.

In dieser Tabelle findet ihr die häufigsten Formulierungen und für welche Note sie in etwa stehen:

Anhand dieser Formulierungen könnt ihr recht einfach erkennen, welche Gesamtnote sich hinter eurem Arbeitszeugnis verbirgt. Es gibt allerdings noch weitere Formulierungen, auf die ihr achten solltet, wie die Formulierungen zum Kündigungsgrund und der Abschlussformel.

Dies sind einige mögliche Formulierungen für den Kündigungsgrund:

Wie ihr also sehen könnt, gibt es viele Formulierungen, die es oft nicht so nett meinen, wie sie vielleicht klingen. Achtet also unbedingt auf diese Feinheiten, um selber erkennen zu können, welche Note euer Arbeitszeugnis hat.

Habt ihr Unstimmigkeiten entdeckt, so legt sofort einen Einspruch gegen das Zeugnis ein. Im besten Fall, könnt ihr euch direkt eine verbesserte Version selber erstellen und diese dem Arbeitgeber zur Unterzeichnung vorlegen.

Hier erfahrt ihr mehr über das Arbeitszeugnis und wieso ihr euch dieses selber schreiben solltet.

 

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