Corona hat die Welt 2020 im Griff…

Den normalen Alltag aufrecht zu erhalten, fällt in dieser Zeit besonders schwer. Nicht nur, dass man selbst an seine Grenzen gestoßen ist, auch die Wirtschaft, die Arbeitgeber und das Gesundheitssystem müssen mit allen Einschränkungen bestmöglichst auskommen. Länder haben daher zu Recht beschlossen, einige Grenzen „dicht“ zu machen oder zumindest die Einreise strenger zu kontrollieren, um die Pandemie im eigenen Land besser eindämmen und bewachen zu können.

Sehr viele Unternehmer haben schnell verstanden, dass man den Fortschritt der Technik nutzen sollte und blitzschnell ermöglicht, dass 70 – 80 %, teilweise sogar nahezu 90 % der Angestellten von Zuhause aus im „Homeoffice“ arbeiten können. Das hierfür einige wichtige gesetzliche Bestimmungen beachtet werden müssen, wie Beispielsweise der Datenschutz, macht es jedoch nicht so leicht. Etliche Arbeitgeber können nicht „ad hoc“ auf diese Situation agieren und haben Schwierigkeiten, Homeoffice-Lösungen für die Mitarbeiter anzubieten. Dies lässt nur Schlussfolgern, dass es für deutsche Unternehmen wichtig ist, sich intensiver mit dem Thema der Heimarbeit auseinander zu setzen, um in solchen Ernstfällen bestmöglich vorbereitet zu sein. Selbstverständlich ist dies im Allgemeinen immer eine kostenintensive Angelegenheit, die jedoch leicht umgangen werden kann, bietet man zumindest für eine gewisse Anzahl seiner Mitarbeiter von Anfang an die Möglichkeit der Heimarbeit an. Man kann die nötigen Ressourcen somit entspannt nach und nach anschaffen und muss keine große Summe auf einmal aufbringen.  Aber dies ist ein anderes Thema.

Derzeit sind einige Grenzen noch für den Tourismus gesperrt, wie etwa die von Deutschland zu Österreich. Diese Vorkehrungen sind rein zum Schutz der Menschen getroffen worden und sicherlich auch in einigen Punkten bitter nötig gewesen, aber kommt man denn nun als Grenzgänger, bzw. als sogenannter Pendler ohne Probleme noch zu seinem Arbeitsplatz, sofern man nicht im Homeoffice arbeiten kann? In der Regel schon, denn die Grenzen bleiben für Pendler derzeit an allen Übergängen offen. Allerdings benötigt man zum Passieren derweil auch einen Nachweis.

 

Die Pendlerbescheinigung für Grenzgänger

Sofern der Arbeitgeber einem nicht von sich aus eine Bescheinigung zur Verfügung gestellt hat, solltet ihr dringend solch‘ eine Bescheinigung anfragen. Denn es ist immer besser eine eine zu haben und nicht zu brauchen, als eine zu brauchen und keine zu haben.

Wie muss diese Bescheinigung aufgebaut sein und welche Informationen werden benötigt?

Die Bescheinigung muss zwingend euren Namen, euer Geburtsdatum, euren Wohnsitz, sowie die Firmenadresse eures Arbeitgebers enthalten.

Auch das Ausstellungsdatum ist wichtig, denn diese Bescheinigung sollte aktuell gehalten werden und nicht älter als ein halbes Jahr sein. Eine Erläuterung, wieso zwischen dem Arbeitsplatz und dem Wohnsitz gependelt werden muss, ist nicht zwingend, aber kann nicht schaden. Viele Aufgaben sind zwar im Homeoffice möglich, aber eben nicht alle und somit gibt es genügend Arbeitnehmer, die unverzichtbar sind und trotzdem am Arbeitsplatz vor Ort benötigt werden.

Was jedoch wohl am Wichtigsten ist, ist die Tatsache, dass die Bescheinigung unbedingt zweisprachig sein muss und somit für beide Länderseiten lesbar und verständlich! Natürlich ist hier die jeweilige Landessprache von Vorteil, zur Not genügt aber auch ein englischsprachiges Schreiben.

Beispiel einer Pendlerbescheinigung:

 

Wie lange die Grenzen noch kontrolliert werden müssen, kann aktuell noch keiner genau sagen, zumal die Situation scharf beobachtet wird und Änderungen jederzeit möglich sein können. Es ist somit also besser, eine Bescheinigung zu beantragen oder ausfüllen zu lassen, sofern ihr noch keine habt.

Eine Vorlage findet ihr praktischerweise direkt hier auf der Homepage der Bundespolizei.

Kann mir die Pendlerbescheingung auch über Corona hinaus nützlich sein?

JA! Unbedingt also aufheben, denn was es tolles auf diesen Bescheinigungen gibt, ist oftmals ein Geständnis in „Schwarz-Weiß“, dass ihr einen unverzichtbaren Beruf in der Gesellschaft ausübt und für die Arbeit „systemrelevante Aufgaben“ erfüllt.

Sobald eine solche Erläuterung in eurer Bescheinigung aufgeführt wurde, könntet ihr diese auch bei einem Gehaltsgespräch oder bei einem Kündigungsgespräch zur besseren Argumentation hinzuziehen, wieso ihr für den Job wichtig seid! Es wird dem Arbeitgeber dann sichtlich schwerer Fallen, gute Argumente dagegen  einzuwenden, zumal diese Bescheinigung von ihm selbst unterzeichnet bzw. erstellt wurde.

 

Also macht das Beste aus der aktuellen Situation, passt auf euch und eure Mitmenschen auf, nehmt vor allen Dingen Rücksicht aufeinander und haltet euch einfach an die Vorgaben. Mit viel Glück, können wir dann bald etwas aufatmen und wieder „Herr der Lage“ werden.

 

Habt ihr denn bereits schon Erfahrungen beim Pendeln machen müssen und wie gut klappt es bei euren täglichen Fahrten? Lasst mir gerne einen Kommentar da.