Ein selbst geschossenes Foto ist ein sofortiges K.O. für eine Bewerbung, das muss definitiv von einem Profi gemacht werden – oder doch nicht?

 

 

Das muss nicht sein, jedoch kommt es ganz darauf an, wie viel Arbeit man in das Bewerbungsfoto investieren möchte und welche Mittel man hierzu zur Verfügung hat. Hier gilt es, auf jedes Detail zu achten, um das perfekte Foto zu erreichen. Die modernen Kameras ermöglichen heutzutage Bilder, wie aus dem Fotostudio. Jedoch solltet ihr auf einige Dinge besonders achten – seht hierzu auch das Video vom Profi!

 

Das richtige Equipment

Kamera

Man braucht selbstverständlich eine gute Kamera, ohne Frage. Das sollte mindestens eine 10 Megapixel Kamera beim Handy sein mit einer HD-Auflösung oder eben eine gute Digitalkamera oder sogar eine Spiegelreflexkamera. Aber auch mit einem aktuellen Handy von den gängigen Marktführern sollte das kein Problem sein.

Ihr solltet aber definitiv keinen Selfie-Stick benutzen und falls ihr keinen Mitmenschen findet, der ein scharfes Foto schießen kann, dann greift unbedingt auf ein Stativ zurück. Mithilfe eines Auslöser-Knopfes, welches meist einfach per Bluetooth verbunden werden kann, könnt ihr die Bilder auch selbst auslösen, ohne ein verwackeltes Bild zu haben.

 

Belichtung

Die Belichtung ist natürlich auch sehr wichtig. Mit Hilfe von Studioleuchten, die das Tageslicht imitieren, bekommt man ein natürliches Licht in seine Fotos. Zur Not tuen es aber auch ein Deckenstrahler und eine sehr helle Schreibtischlampe mit einem weißen Laken drüber.

Wer eine große Fensterfront hat, kann an einer seitlichen Wand daran auch tolle Fotos schießen.

 

Hintergrund

Ein freier Hintergrund ist sehr wichtig. Es sollten keine Objekte im Hintergrund erkennbar sein, sondern nur eine freie Fläche. Das kann die weiße Wand sein oder eventuell eine dunkel-blaue Tapete.

Wichtig ist es, den Hintergrund möglichst ruhig zu halten, also sollten keine Muster oder zu knallige Farben verwendet werden. Wer keine einfarbige, freie Wand hat, der kann sich ganz leicht mit einer Foto-Leinwand oder einem „Greenscreen“ einen passenden Hintergrund herrichten.
Solch eine Foto-Leinwand bekommt ihr ganz einfach im Internet in verschiedenen Farben.

Es geht aber auch ganz leicht mit farbigem Karton. Diesen bekommt ihr in Bastel-Läden unter 5 Euro ganz günstig und in vielen tollen Farben, wie beispielsweise grau.

Achtet unbedingt aber darauf, dass ihr nicht an der Wand lehnt oder einen Schatten werft, das wirkt unnatürlich und kommt laienhaft rüber. Euer Foto soll natürlich wie von einem Profi wirken, denn niemand will, dass sich der zukünftige Arbeitgeber fragen muss, ob ihr nicht einmal dafür ein paar Groschen über hattet!

 

Software

Um nachher das optimale Ergebnis erzielen zu können, benötigt ihr auch definitiv ein Bildbearbeitungsprogramm, damit ihr rötliche Flecken auf der Haut verblenden oder die Farbintensität des Fotos anpassen könnt. Auch um das Bild auf die richtige zuschneiden zu können, ist es sehr hilfreich. Das abstehende Haar kann man auch ganz geschickt retuschieren.

Wer einen Greenscreen benutzt hat, kann natürlich nun den Hintergrund einfach austauschen und farblich nach seinem Geschmack anpassen.
Es gibt hier einige freie Programme die ihr nutzen könnt, wie beispielsweise paint.net oder GIMP.

Wer das Bild mit dem Handy erstellt hat, kann auch dort bereits oftmals den vorhandenen Foto-Editor nutzen, um die Farbwerte anzupassen oder den „Rote-Augen-Effekt“ verschwinden zu lassen. Man sollte nur die Finger von irgendwelchen „modernen“ Filtern lassen. Das wirkt schnell billig und unprofessionell.

 

Die richtige Haltung

Sobald euer Equipment steht heißt es: „Probieren geht über Studieren“.

Probiert verschiedene Posen aus. Fotografiert euch im Stehen, oder auch elegant im Sitzen. Lächelnd oder eher nur schmunzelnd. Findet einfach eure Komfortzone, eure „Schokoladenseite“. Achtet jedoch auf eure Körpersprache, diese ist besonders wichtig auf euren Bewerbungsfotos.

Ein absolutes No-Go sind verschränkte Arme!

Dies sieht zwar bei einigen Herren und Damen selbstbewusst aus, jedoch wirkt es in den meisten Fällen abwehrend und nicht offen. Vor allem aber lenkt es unnötiger Weise von deinem Gesicht ab und das ist doch grade der Punkt. Dein Gesicht und dein Ausdruck sollen der Mittelpunkt auf dem Bewerbungsfoto sein. Also lasse am besten die Arme und Hände weg. Beschränke dich auf einen positiven Gesichtsausdruck und schaue direkt in die Kamera. Halte den Blickkontakt, wie in einem persönlichen Gespräch üblich.

 

Die richtige Kleidung

„Kleider machen Leute“ – dieser Spruch kommt nicht von ungefähr.
Schließlich zählen die ersten 30 Sekunden, um einen Gesamteindruck bei jemand anderem zu hinterlassen. Da spielt auch der Kleidungsstil eine große Rolle. Je nach angestrebter Position sollte diese wohlüberlegt ausgewählt werden. Man möchte schließlich nicht zu lässig und nicht zu streng wirken.

Achtet auf die Farben, nicht zu knallig, aber auch nicht zu langweilig und natürlich harmonisch zum Hintergrund. Lasst euch von modebewussten Freunden helfen.

Was sagt aber ein Profi dazu, wenn man das Bewerbungsfoto selbst schießt?

Norman von NGraphix berichtet euch, was geht und was nicht und welche Vor- oder Nachteile euch erwarten, wenn ihr das Bewerbungsfoto selber schießen wollt.
Schaut mal direkt auf seinem YouTube-Kanal vorbei!

An dieser Stelle dann auch nochmal ein großes Danke an Norman, für die tolle Zusammenarbeit!

 

Fazit

Lasst euch Zeit und seid nicht enttäuscht, wenn es nicht direkt beim ersten Versuch zu einem perfektem Bewerbungsfoto gekommen ist. Sucht euch nette Gesellschaft und fotografiert euch gegenseitig, dann habt ihr nicht nur viel Spaß, sondern auch noch tolle Fotos für euer privates Fotoalbum. Und natürlich auch ein schönes für die Bewerbungsmappe – wer weiß?!