Die Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz bringt schon etliche Hürden mit sich. Nicht nur alleine einen Ausbildungsbereich zu finden, den man nun gerne erlernen möchte, treibt einen in den Wahnsinn, sondern auch die Tatsache, dass nicht jeder Betrieb in den verschiedenen Ausbildungsberufen die gleichen Möglichkeiten bietet.

Somit kann die Suche nach dem geeigneten Ausbildungsplatz schon etliche Zeit und Kraft in Anspruch nehmen. Oftmals hat man dann auch immer weniger Lust, sich alles  genau durchzulesen, da man dies bereits hundert Mal machen musste. Jedoch ist die Gefahr dann groß, dass man wichtige Punkte und Hinweise übersieht.

 

Es ist daher besonders ratsam, sich vor der Unterzeichnung eines Ausbildungsvertrages einige wichtige Punkte genauer anzusehen:

  1. Wird eine Verkürzung der Ausbildungszeit angeboten?
    Besonders für Abiturient/innen wird das ein sehr interessanter Punkt sein, denn in vielen Betrieben ist es möglich, die Ausbildungszeit von 3 Jahren auf lediglich 2 Jahre zu verkürzen. Wer nicht auf den Kopf gefallen ist, für den stellt dieses eine Jahr „weniger Zeit“ kein Problem dar. Es ist im Gegenteil dazu sogar sehr hilfreich. Ihr fangt nicht nur eher an, ein festes, geregeltes Einkommen zu erzielen, sondern ihr verschwendet ein ganzes Jahr Lebenszeit weniger damit, zu einer Berufsschule zu gehen, die euch nur dürftig auf die Abschlussprüfungen vorbereitet.
  2. Ist das Gehalt einem eventuellem  vorhandenen Tarifvertrag entsprechend bemessen?
    Einige Unternehmen versuchen grade bei den Ausbildungsgehältern zu sparen und zahlen dementsprechend nicht immer den im Tarifvertrag angesetzten Mindestverdienst aus. Ihr könnt schon bei eurem Vorstellungsgespräch nach dem Tarifvertrag fragen und euch über den branchenüblichen Lohn informieren, damit es keine bösen Überraschungen gibt. Ihr solltet euch auch darüber informieren, was andere Betriebe bereit sind, an Ausbildungsvergütungen zu zahlen, um einen fairen Vergleich erstellen zu können.
  3. Wird die Berufsschule für euch erreichbar sein?
    Auch das solltet ihr unbedingt vorab genau beachten, denn womöglich wird die zugehörige Berufsschule nicht im gleichen Ort sein und ihr müsstet entweder lange Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auf euch nehmen, oder sogar schon einen Führerschein und ein Auto haben.
    Fragt also hier unbedingt vorher nach, wo sich eure Berufsschule befinden wird und überlegt euch gut, wie ihr diese erreichen könnt.
  4. Handelt es sich um eine anerkannte IHK-Ausbildung?
    Selbst in der heutigen Zeit geistern noch unglaublich viele Ausbildungsbetriebe umher, die keine IHK-Anerkennung besitzen. Das mag eventuell auch nicht weiter tragisch sein für das Unternehmen, zumal die IHK sich die Prüfungsgebühren ordentlich bezahlen lassen. Somit ist dies grade für kleine Unternehmen ein „Geld-fressender“ Faktor.
    Dennoch sollte jedes Unternehmen, welches sich als Ausbildungsstätte anbieten möchte, das nötige Kleingeld beisammen haben, um die IHK-Ausbildung finanzieren zu können. Andernfalls sollte man sich als Bewerber schon die Frage stellen, wie wohl das spätere Gehalt ausfallen wird, wenn nicht einmal dafür das Geld übrig gewesen ist. Zudem wollt ihr auch sicher gehen, dass eure Ausbildung später von allen weiteren Unternehmen anerkannt werden kann, da hilft euch ein IHK-Abschluss natürlich weiter.
  5. Könnt ihr nach der Ausbildung in diesem Beruf ausreichend verdienen?
    Dies ist schon fast die wichtigste Frage. Nur wenn ihr auch später in dem Bereich die Möglichkeit habt, genügend zu verdienen, dann lohnt sich erst auch die Ausbildung. Schließlich gibt es Rechnungen zu bezahlen, man möchte eventuell eine Familie gründen und nicht in einer kleinen Wohnung sitzen bleiben.
    Darum sorgt euch früh genug darum, welches Gehalt euch später erwarten wird und rechnet hier ruhig genügend Abweichungen ein, denn der Arbeitsmarkt ändert sich im Laufe der Zeit ständig, sowie auch der Immobilienmarkt und die Wirtschaft allgemein.

Wenn ihr alle Punkte sorgfältig vor der Unterzeichnung eures Ausbildungsvertrages überdacht habt und glücklicherweise auch noch Lust an der zukünftigen Arbeit habt, dann solltet ihr eine gute Wahl getroffen haben, mit der ihr auch später noch Leben könnt.

Tipp:

Ihr habt noch Probleme bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen?
Gerne helfe ich euch dabei gegen eine kleine Gebühr.
Schreibt mir dazu einfach eine E-Mail an bewerbung@jobfails.de.

Ich freue mich auf eure Nachrichten!