Da hat man es so langsam mit der Schule endlich hinter sich und freut sich auf ein neues Terrain, da muss man auch gleich die ersten Niederlagen einstecken.

Wer hat sich nicht während der letzten Schultage voller Enthusiasmus ans Bewerbungsschreiben für die erste Ausbildungsstelle gesetzt?
Und dann steht man erstmal da, wie bestellt und nicht abgeholt, da man ja nie richtig gelernt hat, Bewerbungen zu schreiben.
In manchen Schulen gab es Projekttage, an denen extra ein Bewerbungstrainer gute Tipps gegeben hat und an einigen Schulen gab es so etwas nicht.

Das tollste für mich war damals, dass meine Eltern Hartz IV bekommen haben und man als Kind dann auch automatisch beim JobCenter registriert ist. In unserer Schule gab es extra von der Bundesagentur für Arbeit eine Ausbildungshelferin, die uns einige erste Ausbildungsplätze vermitteln konnte. Ich bin natürlich damals direkt hin und wollte mich auch beraten lassen, da hieß es nach der Datenerfassung zu meiner Person plötzlich: „Oh, wie ich sehe sind Ihre Eltern beim JobCenter registriert, dann ist es uns leider untersagt, Ihnen weiter zu helfen. Da muss Ihnen dann das JobCenter weiter helfen!“. Ähhh…hallo??? Ich war wirklich fassungslos und dachte mir nur, Deutschland, was soll das? Hier beginnt also bereits der unfaire Weg: von wegen „Chancengleichheit“!

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