Immer häufiger beschweren sich die Erwachsenen über untätige Jugendliche, die einfach keine Lust haben, sich eine Ausbildung oder einen Job zu suchen und lieber zu Hause bleiben bei Hotel-Mama oder direkt ins Hartz-4-Modell rutschen.

Natürlich ist das keine ideale Herangehensweise und wir sind erpicht darauf, dass unsere Sprösslinge sich eine gute Zukunft aufbauen können, allerdings kann ich die Jugend sehr gut verstehen und nachvollziehen, wieso diese die Lust am Arbeiten verloren haben.

Die Gründe treffen natürlich nicht auf jeden zu, denn es gibt immer Menschen, die einfach nur zu faul sind oder wirklich keine Lust haben, für Geld aufzustehen, wenn sie dieses auch vom Staat beziehen können. Wir reden hier also nur von den Jugendlichen, die eigentlich nicht faul sind, sondern einen triftigen Grund haben.

Ein häufiger Grund ist leider, dass die Jugend zu wenig Möglichkeiten hat, sich zu überlegen, welchen Beruf sie anstreben möchten und wie sie sich drauf vorbereiten können. Die Schulpraktika werden immer kürzer und zunehmend seltener. Die Vorbereitungszeit darauf ist ebenfalls längst nicht mehr ausreichend, sodass einige Jugendliche gezwungen sind, das Praktikum bei der nächst besten freien Stelle zu absolvieren, anstatt bei einem Betrieb und Beruf, für den man sich interessiert. Alleine durch Unterrichtsfächer wie Deutsch, Mathe und Englisch, bekommen die Jugendlichen keine direkte Vorstellung vom Arbeitsalltag. Einige Schulen sorgen mit Berufsfindungstests vor und unterstützen die jungen Leute dabei, dennoch sollte es allgemein in der Schule auch ein Unterrichtsfach geben, welches zur Berufsvorbereitung einen wichtigen Beitrag leistet, wie beispielsweise das Üben von Bewerbungsschreiben und Vorstellungsgesprächen.

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