BYOD Archive - Jobfails Tue, 09 Apr 2024 16:16:05 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Muss ich mein privates Notebook oder meinen PC für die Arbeit nutzen? https://www.jobfails.de/muss-ich-mein-privates-notebook-oder-meinen-pc-fuer-die-arbeit-nutzen/ https://www.jobfails.de/muss-ich-mein-privates-notebook-oder-meinen-pc-fuer-die-arbeit-nutzen/#respond Wed, 14 Jun 2023 09:49:06 +0000 https://www.jobfails.de/?p=1087 In einer Zeit, in der Technologie allgegenwärtig ist, haben viele Menschen ein eigenes Notebook, einen Laptop oder einen eigenen PC, die für den persönlichen Gebrauch konzipiert sind. Doch was passiert, wenn der Arbeitsplatz nach mehr Flexibilität verlangt und die Grenzen zwischen persönlicher und beruflicher Nutzung verschwimmen? Muss und sollte man sein privates Notebook oder den […]

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In einer Zeit, in der Technologie allgegenwärtig ist, haben viele Menschen ein eigenes Notebook, einen Laptop oder einen eigenen PC, die für den persönlichen Gebrauch konzipiert sind. Doch was passiert, wenn der Arbeitsplatz nach mehr Flexibilität verlangt und die Grenzen zwischen persönlicher und beruflicher Nutzung verschwimmen? Muss und sollte man sein privates Notebook oder den PC für die Arbeit nutzen? In diesem Artikel werden wir die Vor- und Nachteile dieser Praxis diskutieren und mögliche Lösungen beleuchten.

Wieso möchte mein Chef, dass ich mein privates Notebook für die Arbeit benutze?

Arbeitgeber sind nicht selten froh darüber, wenn die Angestellten auch dazu bereit sind, ihre privaten Handys oder die privaten Fahrzeuge für die Arbeit zu nutzen.
Dies haben wir uns im Detail auch schon genau angesehen und die möglichen Konsequenzen erörtert. Die entsprechenden Artikel könnt ihr hier noch einmal aufrufen: Privates Auto / Privates Handy

Es würde uns also nicht wundern, wenn auch eine Nutzung der privaten Notebooks und PCs für die Arbeitgeber interessant ist. Doch was verspricht sich der Arbeitgeber davon, wenn man seine eignen Gerätschaften benutzt?

Der Fall für die Nutzung des privaten Notebooks:

  1. Vertrautheit und Benutzerfreundlichkeit:
    Ein privates Notebook bietet natürlich den Vorteil, dass der Benutzer bereits mit dem Gerät vertraut ist. Die individuellen Einstellungen, installierte Programme und gespeicherten Dateien können ein nahtloses Arbeitsumfeld schaffen und die Produktivität steigern. Besonders beim Hybrid-Arbeitsmodell, wo ein Teil zu Hause und ein Teil in der Firma gearbeitet wird, sehen Arbeitgeber einen Vorteil. Da der Mitarbeiter sein persönliches Notebook kennt, entfallen mögliche Lernkurven und der Arbeitsfluss wird weniger gestört.
  2. Kosteneffizienz:
    Es ist selbstverständlich auch die Frage des Geldes, denn wenn Arbeitgeber für alle Mitarbeiter die Hardware zur Verfügung stellen müssen, fallen enorme Kosten an. Für jedes Gerät selbst und auch für die entsprechende Wartung und IT-Administration. Doch auch für den Arbeitnehmer kann es Kosten sparen.
    Wenn der Arbeitgeber nämlich keine spezifische Hardware zur Verfügung stellen will, kann die Verwendung des privaten Notebooks eine kostengünstige Alternative sein. Es entfallen mögliche Ausgaben für den Kauf eines zusätzlichen Geräts, das ausschließlich für die Arbeit genutzt wird. Außerdem können steuerliche Vorteile genutzt werden, um die Kosten für das private Notebook abzusetzen.
  3. Flexibilität und Mobilität:
    Das Arbeiten mit dem eigenen Notebook ermöglicht Flexibilität und Mobilität. Egal ob im Büro, zu Hause oder unterwegs, das private Notebook erlaubt es dem Benutzer, nahtlos zwischen verschiedenen Arbeitsumgebungen zu wechseln. Dies kann insbesondere für Personen von Vorteil sein, die häufig reisen oder per remote arbeiten. Ein besonders fieser Arbeitgeber wird es zudem freuen, dass man eventuell dann im Urlaub “mal eben” noch etwas für die Arbeit erledigen kann, da man das Notebook ja eh zur Verfügung hat.

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Was spricht gegen die Nutzung eines privaten Notebooks für die Arbeit?

Selbstverständlich sind diese Punkte nur einige Beispiele dafür, wieso ein Chef sich darüber freut, wenn man sein privates Notebook oder seinen privaten PC nutzt. Denn wie immer, gibt es auch etliche Nachteile, die sorgfältig beachtet werden sollten.

Die Argumente gegen die Nutzung des privaten Notebooks:

  1. Sicherheitsbedenken:
    Ein Hauptgrund, warum Arbeitgeber die Nutzung privater Notebooks nicht bevorzugen, sind Sicherheitsbedenken. Der Schutz sensibler Unternehmensdaten und Informationen ist von größter Bedeutung. Privat genutzte Notebooks könnten möglicherweise nicht den erforderlichen Sicherheitsstandards entsprechen und ein höheres Risiko für Datenlecks oder Datenverluste darstellen. Die IT-Administration verursacht enorme Kosten, da es auch verschiedene Betriebssysteme geben wird, die jene Mitarbeiter auf den privaten Notebooks und PCs nutzen. Auch die Software darauf abzustimmen, wird viel Zeit in Anspruch nehmen.
  2. Mangelnde Trennung von Arbeit und Privatleben:
    Die Nutzung des privaten Notebooks für die Arbeit kann dazu führen, dass die Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben verschwimmen. Das ständige Vorhandensein von Arbeitsdateien und -programmen auf dem persönlichen Gerät kann zu einer kontinuierlichen Erreichbarkeit und Überlastung führen. Es ist wichtig, eine klare Trennung zwischen Arbeit und Freizeit aufrechtzuerhalten, um ein gesundes Gleichgewicht zu gewährleisten. Zudem ist natürlich auch die Ablenkungsgefahr höher, wenn man seine privaten Programme, wie beispielsweise Games, etc. auf dem Gerät jederzeit verfügbar hat.
  3. Geräteverschleiß und mangelnde Aktualität:
    Die Verwendung des privaten Notebooks für die Arbeit kann zu einem erhöhten Verschleiß führen. Berufliche Anforderungen können die Lebensdauer des Geräts verkürzen oder es schneller veralten lassen. Dies kann zu zusätzlichen Kosten für Reparaturen oder den Kauf eines neuen Notebooks führen. Zumal es besonders auch für die IT-Abteilung schwierig werden kann, wenn Notebooks und Betriebssoftware nicht mehr aktuell sind und erhöhten Arbeitsaufwand bedeuten, falls man die firmeninterne Software mit geeigneten Schnittstellen einbinden muss.

Was sollte man beachten, wenn man sein privates Notebook für die Arbeit nutzen möchte?

Doch all diese Punkte müssen nicht bedeuten, dass es nicht möglich ist, auch private Geräte für die Arbeit zu nutzen. Schauen wir uns doch einmal an, wie so etwas aussehen könnte.

Lösungen und Alternativen:

  1. Bring your own device (BYOD) Richtlinien:
    Viele Unternehmen haben erkannt, dass Mitarbeiter ihre eigenen Geräte für die Arbeit nutzen möchten. Um Sicherheitsbedenken zu minimieren, können Unternehmen BYOD-Richtlinien implementieren. Diese Richtlinien legen klare Regeln fest, wie persönliche Notebooks sicher in die Arbeitsumgebung integriert werden können. Dazu gehören beispielsweise regelmäßige Sicherheitsupdates, die Verwendung von Antiviren-Software und die Verschlüsselung von sensiblen Daten. Hierzu sollte man jedoch beachten, dass alle Daten auf dem Gerät auch bei der IT-Abteilung einsehbar wären, also immer schön darauf achten, was man so alles auf dem Gerät gespeichert hat!
  2. Firmeneigene Geräte:
    Eine Alternative zur Nutzung des privaten Notebooks besteht darin, dass der Arbeitgeber firmeneigene Geräte zur Verfügung stellt. Dies gewährleistet eine einheitliche Arbeitsumgebung und ermöglicht es dem Unternehmen, die Sicherheit und Wartung der Geräte zu kontrollieren. Es gibt jedoch finanzielle und administrative Überlegungen, die bei der Implementierung dieser Lösung berücksichtigt werden müssen. Der Arbeitgeber hat jedoch somit in der Regel eine bessere Kontrolle über die Aktualität der Geräte und der Software.
  3. Virtuelle Desktop-Infrastruktur (VDI):
    Eine weitere Möglichkeit besteht darin, auf eine virtuelle Desktop-Infrastruktur (VDI) zurückzugreifen. Dabei wird die gesamte Arbeitsumgebung in der Cloud gehostet und kann von jedem Gerät aus über eine sichere Verbindung abgerufen werden. Auf diese Weise können Mitarbeiter ihre persönlichen Notebooks verwenden, während die Unternehmensdaten und -anwendungen sicher in der Cloud bleiben. VDI-Lösungen bieten eine gute Balance zwischen Sicherheit und Flexibilität. Die Kosten sind leider nicht sehr gering, doch sowohl für den Arbeitnehmer, als auch für den Arbeitgeber eine angenehme Lösung.

 

Wer zahlt das Notebook bzw. den Laptop für das Home-Office?

Die Frage, wer das Notebook oder den Laptop für das Home-Office bezahlt, hängt, wie immer, von verschiedenen Faktoren ab, wie dem Arbeitgeber, den geltenden Arbeitsverträgen oder der rechtlichen Situation in Ihrem Land. Im Allgemeinen gibt es aber folgende, verschiedene Möglichkeiten:

  1. Arbeitgeber stellt das Gerät zur Verfügung:
    Einige Arbeitgeber stellen ihren Mitarbeitern die erforderliche Ausrüstung, wie Laptops, Notebooks oder PCs, für das Home-Office zur Verfügung. In diesem Fall trägt der Arbeitgeber natürlich auch die Kosten.
  2. Bring Your Own Device (BYOD):
    Bei der BYOD-Politik erlaubt der Arbeitgeber den Mitarbeitern, ihre eigenen Geräte für das Home-Office zu verwenden. In diesem Fall wäre es die Verantwortung des Arbeitnehmers, das Gerät zu kaufen und zu warten. Auch ein defektes Gerät zu ersetzen, wäre dann die Aufgabe des Arbeitnehmers und die Kosten dafür gehen auch ihm zu Lasten.
  3. Kostenbeteiligung:
    Es gibt auch Arbeitgeber, die eine Kostenbeteiligung anbieten, bei der sowohl der Arbeitgeber als auch der Arbeitnehmer einen Teil der Kosten tragen. Dies sollte man aber natürlich entsprechend auch schriftlich festhalten, sowie auch vorab klären, ob der Arbeitgeber bei einer Neuanschaffung sich ebenfalls erneut an den Kosten beteiligt. Geräte gehen ja leider irgendwann auch mal kaputt.

Es ist wichtig, die individuellen Richtlinien und Vereinbarungen Ihres Arbeitgebers zu überprüfen. Wenn Sie unsicher sind, wer für das Notebook oder den Laptop verantwortlich ist, sollten Sie sich an Ihre Personalabteilung oder Ihren Vorgesetzten wenden, um dies zu klären.

Fazit zur Nutzung eines eigenen Computers

Die Entscheidung, das private Notebook für die Arbeit zu nutzen, ist eine persönliche und unternehmensspezifische Frage. Es gibt Vor- und Nachteile, die abgewogen werden müssen. Wichtig ist, dass sowohl Arbeitgeber als auch Mitarbeiter die Sicherheitsaspekte berücksichtigen und Maßnahmen ergreifen, um die Vertraulichkeit von Unternehmensdaten zu gewährleisten.

Idealerweise sollten klare Richtlinien und Vereinbarungen getroffen werden, um den Arbeitsfluss und die Sicherheit zu optimieren. Unternehmen können BYOD-Richtlinien implementieren, firmeneigene Geräte bereitstellen oder auf VDI-Lösungen zurückgreifen. Letztendlich sollte das Ziel darin bestehen, sowohl die Produktivität als auch die Sicherheit zu maximieren und ein gesundes Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privatleben zu finden.

Die gesündeste Lösung meiner Meinung nach wird es daher sein, wenn die Firmen die entsprechende Hard- und Software zur Verfügung stellen und auch gleichzeitig auf VDI-Lösungen zurückgreifen. Dies bietet den besten Schutz, erhöht die Effizienz der Heimarbeit und ist auch für die Arbeitnehmer am angenehmsten.

 


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Woran erkennt man schlechte Jobangebote? https://www.jobfails.de/woran-erkennt-man-schlechte-jobangebote/ https://www.jobfails.de/woran-erkennt-man-schlechte-jobangebote/#respond Wed, 23 Oct 2019 22:37:39 +0000 https://www.jobfails.de/?p=490 In Zeiten von indeed, stepstone, monster und sogar ebay-Kleinanzeigen, wird es immer schwieriger zu erkennen, wann es sich um schlechte Jobangebote handelt. Man verliert dadurch oft viel Zeit und Lust, denn man muss sich immer ganz genau mit der jeweiligen Stellenausschreibung und dem dort beschriebenen Jobangebot auseinandersetzen. Das kostet unnötig Kraft und man verliert auch […]

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In Zeiten von indeed, stepstone, monster und sogar ebay-Kleinanzeigen, wird es immer schwieriger zu erkennen, wann es sich um schlechte Jobangebote handelt. Man verliert dadurch oft viel Zeit und Lust, denn man muss sich immer ganz genau mit der jeweiligen Stellenausschreibung und dem dort beschriebenen Jobangebot auseinandersetzen. Das kostet unnötig Kraft und man verliert auch schnell die Motivation, Bewerbungen zu schreiben. Selbst wenn es dann mit der Bewerbung geklappt hat und auch das Vorstellungsgespräch einigermaßen passend gewesen ist, erkennt man leider oft erst danach, wie unpassend das vorherige Jobangebot zur tatsächlichen Arbeitsstelle ausfällt.

Kann man denn im Vorfeld schon schlechte Jobangebote erkennen, um sich böse Überraschungen und verlorene Lebenszeit zu ersparen?

 

Vor unseriösen und schlechten Jobangeboten ist man nicht immer sicher, es gibt aber einige Indizen, die einem zumindest bei der Selektion helfen. Ich nenne euch in diesem Artikel einige dieser Anhaltspunkte, an denen ihr ein solches schlechtes Jobangebot leichter erkennen könnt.

 

1. Auf welcher Plattform könnt ihr das Jobangebot finden?

Handelt es sich um seriöse und gute Jobangebote, so findet ihr diese nicht nur auf der jeweiligen Unternehmenswebseite, sondern auch auf jedem bekannten Portal. Hier wird also viel Geld investiert, um möglichst viele Menschen auf das Jobangebot aufmerksam zu machen. Man kann hier ziemlich sicher sein, dass es das Unternehmen ernst meint und auch keine Kosten spart, um gute Kandidaten für die zu besetzende Stelle zu finden.
Findet ihr hingegen das Inserat nur auf der Seite von der Arbeitsagentur, so sind diese Unternehmen recht sparsam und investieren möglichst wenig Geld darin, gute Bewerber für die freie Stelle zu finden. Das bedeutet im Umkehrschluss leider auch, dass diese Unternehmen selten gewillt sind, ein gutes Gehalt zu zahlen oder größere Investitionen für die Weiterentwicklung der Firma zu tätigen. Hier kommt es natürlich zusätzlich noch auf die Größe des jeweiligen Unternehmens an. Bei den kleineren Firmen von bis zu 50 Mitarbeitern dürft ihr dann allerdings nichts Besonderes erwarten.

2. Welche Aufgaben sollen zukünftig anfallen?

Ihr könnt besonders bei der Aufgabenbeschreibung in den Stellenangeboten erkennen, ob es sich um ein schlechtes Jobangebot handelt oder nicht.
Oftmals werden die attraktiven Aufgaben hervorgehoben und die unliebsamen etwas versteckt. Das wird gerne gemacht, um die unschönen Aufgaben in den Hintergrund zu rücken, obwohl man diese später tagtäglich ausüben muss.
Oder es werden zwei Aufgaben genannt, die eher weniger miteinander zu tun haben, wie beispielsweise das Führen des Sekretariats und die gelegentliche Kunden-Akquise. Im Grunde sind dies zwei unterschiedliche Berufszweige, die man nur schwer zusammen bewältigen kann, sodass die Qualität in den einzelnen Bereichen deutlich abnehmen wird.

3. Mehrere Rechtschreibfehler

Wenn alleine in der Stellenbeschreibung mehr als zwei oder drei Rechtschreibfehler auffallen, sollten eure Warnsignale  anschlagen. Natürlich können mal ein oder zwei Rechtschreibfehler überlesen worden sein, in der Regel achtet jedoch ein seriöses Unternehmen sehr darauf und lässt die Stellenanzeigen auch vorab immer Korrekturlesen, um diese Fehler eben zu vermeiden. Ihr seht daran also schon, welches Unternehmen sich die Mühe macht und welches eben nicht. Habt ihr auch noch eine schlechte Formulierung und grobe Fehler im Satzbau gefunden, dann solltet ihr euch gut überlegen, wie sehr sich das Unternehmen später für euch bemühen und ob intern dann genauso “schlampig” gearbeitet wird.

4. Veraltete Webpräsenz

In der Stellenausschreibung wird davon geschwärmt, wie innovativ und modern das marktführende Unternehmen doch sei und welchen Wert man auf eine gute Digitalisierung lege und dann besucht man die Firmenwebseite und findet sich plötzlich in den Achtzigern wieder. Die Webseite ist nicht responsive, das Logo pixelig und das Webdesign mehr als veraltet. Hier scheint das “Moderne” nicht angekommen zu sein. Es lohnt sich daher immer, auch einen Blick auf die Webpräsenz der Firmen zu werfen um die Aussagen auf Richtigkeit zu überprüfen.

5. Flexibles Arbeitszeitmodell

Grade für Arbeitnehmer mit Familie ist das flexible Arbeitszeitmodell ein attraktives Angebot, welches auch gerne angenommen wird, selbst wenn der Verdienst etwas geringer ausfallen sollte. Es ist schließlich nichts mehr wert als Lebenszeit.
Aber Vorsicht, denn hier verbergen sich leider oft böse Fallen. Einige Arbeitgeber verstehen unter dem flexiblen Arbeitszeitmodell, dass ihr auch abends von zu Hause aus noch einmal etliche Stunden arbeiten könnt und dafür lediglich Überstunden ausgezahlt bekommt (wenn überhaupt). Habt ihr jedoch einmal einen Termin und möchtet früher Feierabend machen, gewährt man euch dies oft nicht oder nur sehr widerwillig und ihr bekommt das ordentlich zu spüren.

6. Werben mit Selbstverständlichkeiten

Ein schlechtes Jobangebot erkennt ihr vor allem daran, wenn das Unternehmen versucht, die Stellenbeschreibung durch vermeintliche Besonderheiten aufzuwerten, die als selbstverständlich gelten sollten. In einer Stellenausschreibung wurde tatsächlich einmal die Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge ganz dreist als Besonderheit angepriesen, obwohl ein Arbeitgeber dazu gesetzlich verpflichtet ist, diese Zahlungen vom Lohn abzuführen. Es handelte sich also um eine Selbstverständlichkeit, die es nicht anzupreisen gilt.

7.  Sein Arbeitsmaterial selbst stellen

Besonders unseriös sind die Jobangebote, bei denen ihr euer Arbeitsmaterial selber mitbringen sollt, wie beispielsweise einen privaten PKW, ein Notebook oder ein Smartphone, welches ihr dann auch gewerblich für die Arbeit nutzen sollt. Nicht nur, dass grade die gewerbliche Nutzung des privaten PKW die Autoversicherung in den meisten Fällen außer Kraft treten lässt, da diese in der Regel nur für den privaten Gebrauch greift, man wird euch sicherlich auch nicht die Mehrkosten erstatten, wie den Verschleiß des Fahrzeuges. Besonders das Voraussetzen eines Smartphones, welches dann auch für die Arbeit genutzt werden soll, ist mehr als dreist und auch im Hinblick auf die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) nicht grade unbedenklich. Hier riskieren Unternehmen tatsächlich die Datensicherheit ihrer Kunden, nur um 40 Euro im Monat für einen Handyvertrag zu sparen.

Bring your own device (BYOD), so lautet der Fachbegriff für diese moderne und auch durchaus sinnvolle, wenn ordentlich durchgeführte Arbeitsmethode. Hierzu legen die Unternehmen meist Regeln fest, die den Umgang mit den eigenen Geräten innerhalb des Konzerns maßregeln sollen. Mit der Vertragsunterzeichnung nimmt man diese Regeln zur Kenntnis und akzeptiert die dort festgelegten Vorgaben. Ihr selbst tut euch hiermit natürlich keinen Gefallen, denn die Daten auf eurem Handy müsst ihr dann besonders gut schützen und bei Verlust seid ihr ebenfalls haftbar. Wer klug ist, akzeptiert diese Regelungen nicht und verzichtet darauf, seine privaten Geräte für den Arbeitgeber zu nutzen.

 

Alle diese Hinweise helfen euch demnächst, die schlechten Jobangebote leichter zu erkennen und somit viel Zeit und Kraft zu sparen bei der Jobsuche. Selbstverständlich sind dies nur Beispiele, die längst nicht auf jede Stellenausschreibung gleichermaßen zutreffen, darum ist hier euer aufmerksames Auge und euer Verstand gefragt.

Habt ihr auch schon einmal eine Stellenausschreibung gefunden und konntet sofort erkennen, dass dies kein gutes Jobangebot sein kann?
Teilt mir gerne eure Erfahrungen mit.

 

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