Gehaltszahlung Archive - Jobfails Tue, 27 Dec 2022 14:16:15 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Gehalt nicht pünktlich? – Ihr könnt euch wehren! https://www.jobfails.de/gehalt-nicht-puenktlich-ihr-koennt-euch-wehren/ https://www.jobfails.de/gehalt-nicht-puenktlich-ihr-koennt-euch-wehren/#respond Sat, 30 Mar 2019 10:36:51 +0000 https://www.jobfails.de/?p=219 Wer einen Job begonnen hat, ist in der Regel sehr dankbar, dass bald wieder ein geregeltes Einkommen stattfinden kann und freut sich auf sein erstes Gehalt – welche Enttäuschung, wenn dieses dann zum vereinbarten Termin nicht auf dem Konto ist. Natürlich wollen wir jetzt nicht direkt auf den Tisch hauen und suchen eventuell erst einmal […]

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Wer einen Job begonnen hat, ist in der Regel sehr dankbar, dass bald wieder ein geregeltes Einkommen stattfinden kann und freut sich auf sein erstes Gehalt – welche Enttäuschung, wenn dieses dann zum vereinbarten Termin nicht auf dem Konto ist. Natürlich wollen wir jetzt nicht direkt auf den Tisch hauen und suchen eventuell erst einmal das Gespräch mit dem Vorgesetzten oder dem Chef und schildern das Anliegen.

Ein guter Arbeitgeber wird umgehend eine Echtzeit-Überweisung veranlassen, sodass Ihr binnen weniger Minuten das Geld auf eurem Konto habt. Ein schlechter Arbeitgeber wird sagen, er meldet es der Buchhaltung oder fragt euch, ob Ihr das Geld denn dringend bräuchtet, sonst käme es einfach mit dem nächsten Gehalt.

Wenn euch wirklich jemand die Frage stellt, ob ihr das Geld denn dringend bräuchtet, ist die sofortige Kündigung ratsam, denn verspätete Gehaltszahlungen sind dann fast schon vorprogrammiert. Natürlich braucht Ihr das Gehalt spätestens zum Ende des Monat, denn auch eure Rechnungen und die Mieten müssen bezahlt werden. Und dann ist eine Frage dieser Art vom Arbeitgeber wirklich mehr als dreist.

Lasst euch nicht ausbeuten und fordert eine Echtzeit-Überweisung. Kann diese nicht erfolgen, dann droht damit, dass Ihr solange nicht weiterarbeiten könnt, ehe das Gehalt da ist. Sollte dies nichts bringen, dann habt ihr noch das Gesetz auf eurer Seite. Ihr könnt den Arbeitgeber schriftlich ermahnen, das Gehalt zu zahlen und den Pauschalbetrag von 40,00 Euro für die Verspätung einfordern. Für jeden Tag der Verspätung können Zinsen verlangt werden, unter Berücksichtigung der eigenen Dispo-Zinsen bei Kontoüberziehungen – hier gehen die Meinungen jedoch auseinander, ob man nur 5% über des Basis-Zinssatz einfordern sollte. Man sollte aufgrund der entstandenen Kosten dennoch versuchen, die eigenen Dispo-Zinsen einzufordern. Natürlich unabhängig davon, ob ihr euer Konto wirklich bereits überziehen musstet oder nicht.

So könnte zum Beispiel eurer Schreiben aussehen, wenn der Arbeitgeber wiederholt zu spät gezahlt hat:

XXXXXXXX      XXXXXXXX      XXXXXXXX   |   XXXXXXXX 

 

XXXXXXXX
XXXXXXXX 
XXXXXXXX 

30.03.2019 

 

Einforderung schuldiger Zinsen und Strafbeträge aufgrund verspäteter Gehaltszahlungen 

 

Sehr geehrte Damen und Herren, 

hiermit fordern wir Sie auf, unverzüglich die gesetzlich geregelten Strafbeträge und Zinsen für die mehrfach verspätete Gehaltszahlung an das Ihnen bekannte Konto von Herrn/Frau XXXXXXXX zu überweisen. 

Laut dem mit Herrn/Frau XXXXXXXX geschlossenen Arbeitsvertrag vom XX.XX.XXXX sind Sie bezüglich der Zahlung des Lohns an das Monatsende gebunden. Dieser vertraglichen Regelung sind Sie nicht nachgekommen. Somit fand hier Ihrerseits wiederholt ein Vertragsverstoß statt, auf den Sie XXXXXXXX jedes Mal hingewiesen hat. 

Laut Ihrer Klausel sind Sie an die gesetzlichen Bestimmungen laut BGB § 614 gebunden. Somit muss das Gehalt für den Vormonat spätestens am ersten Tag des Folgemonats beim Arbeitnehmer eingegangen und somit verfügbar sein. Interne Probleme bei der Abrechnungserstellung, wie von Ihnen als Grund für die Verzögerung angegeben, entziehen Sie nicht der Pflicht, sich an die vertragliche Vereinbarung zu halten. 

Dies betrifft folgende Gehaltszahlungen: 

105.03.2019, die Zahlung hätte am 01.03.2019 auf dem Konto sein müssen = 4 Tage Verzug 

206.02.2019, die Zahlung hätte am 01.02.2019 auf dem Konto sein müssen = 5 Tage Verzug 

Laut BGB § 288 Abs. 4 stehen Herrn/Frau XXXXXXXX für verspätete Gehaltszahlungen pauschal 40,00 € und laut BGB § 288 Abs. 1 Verzugszinsen zu. Zur Berechnung der Zinsen wird hier der Zinssatz des Dispo-Kredits von Herrn/Frau XXXXXXXX (aktuell 15%) herangezogen, da Sie diesen aufgrund Ihrer verspäteten Gehaltszahlungen der Bank schuldig wurde. 

Dadurch ergeben sich folgende Zinsbeträge: 

1)   1400,00 € * 15% * 4/360 = 2,34 € 

2 1400,00 € * 15% * 5/360 = 2,92 € 

Hierdurch ergibt sich eine Gesamt-Forderung in Höhe von 85,26 € (2 x 40,00 € Pauschalbetrag + Zinsen).  

Da diese Angelegenheit auf mehrfache Anfragen von Herrn/Frau XXXXXXXX bereits geklärt werden sollte, fordern wir Sie nun auf, dies innerhalb einer Frist von zwei Wochen ab Erhalt dieses Schreibens zu erledigen. Die fälligen Beträge (inkl. Verzugszinsen und Strafzahlungen) sind schnellstmöglich und ohne Abzüge auf das Ihnen bekannte Konto von Herrn/Frau XXXXXXXX zu überweisen. Etwaige betriebsinterne Probleme bei der Klärung dieser Angelegenheit sind nicht Herrn/Frau XXXXXXXX anzulasten und werden nicht als Grund für eine weitere Verzögerung akzeptiert. 

Sollte diese Angelegenheit nicht innerhalb der gesetzten Frist geklärt werden, sehen wir uns gezwungen, weitere rechtliche Schritte gegen Sie einzuleiten. 

 

Mit freundlichen Grüßen 

XXXXXXXX 

 

Download der Mustervorlage:

 

Bitte achtet darauf, dass dies nur ein Vorschlag ist und keinen Erfolg garantiert. In meinem Bekanntenkreis hat dies jedoch bei 2 von 2 Mal geklappt, daher möchte ich euch gerne diesen Tipp geben. Ich freue mich sehr darüber, wenn auch ihr damit Erfolg habt und euren Arbeitgeber zeigen könnt, dass es Grenzen gibt, die er besser einhalten sollte.

Lasst mir gerne einen  Kommentar da, wenn euch dieser Tipp geholfen hat und denkt daran, euch nicht ausbeuten zu lassen!

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5 Gründe, schnell wieder den Arbeitgeber zu wechseln https://www.jobfails.de/5-gruende-schnell-wieder-den-arbeitgeber-zu-wechseln/ https://www.jobfails.de/5-gruende-schnell-wieder-den-arbeitgeber-zu-wechseln/#respond Mon, 25 Mar 2019 21:06:45 +0000 https://www.jobfails.de/?p=208 Das ein oder andere Mal kann es tatsächlich vorkommen, dass ihr erst soeben einen neuen Job angefangen habt und euch eigentlich sehr wohl fühlt, sodass ihr die offensichtlichen Warnzeichen nicht wahrnehmen könnt. Ihr lasst euch blenden und glaubt, dass dieses Mal alles besser kommen wird, als beim vorherigen Arbeitgeber. Natürlich wünsche ich euch das, dennoch […]

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Das ein oder andere Mal kann es tatsächlich vorkommen, dass ihr erst soeben einen neuen Job angefangen habt und euch eigentlich sehr wohl fühlt, sodass ihr die offensichtlichen Warnzeichen nicht wahrnehmen könnt.
Ihr lasst euch blenden und glaubt, dass dieses Mal alles besser kommen wird, als beim vorherigen Arbeitgeber. Natürlich wünsche ich euch das, dennoch solltet ihr sehr wachsam sein und sensibel gegenüber einigen, sehr offensichtlichen Gründen, schnell wieder den Arbeitgeber zu wechseln.

Das Dilemma beginnt alleine schon bei der Firmenpräsenz. Oftmals sagt alleine schon der Internetauftritt viel über einen potenziellen Arbeitgeber aus. Besonders, wenn im  Bereich des Marketings oder der IT gesucht wird, jedoch die Webseite in einem alten Design mit sämtlichen Rechtschreibfehlern und einem schlechten Quellcode ausgestattet ist. Nun denkt man sich, dass man sich lieber ein persönliches Bild von dem Unternehmen macht und lässt sich auf ein Vorstellungsgespräch ein.

Der ein oder andere ist glücklicherweise mit der Fähigkeit geboren worden, andere Menschen direkt zu durchschauen und Unwahrheiten direkt zu erkennen, den meisten von uns ergeht es aber eher so, dass man eben nur vor den Kopf gucken kann. So lassen wir uns erstmal viel erzählen und ansprechend reden. Unser Interesse wurde geweckt und man hat richtig Lust auf die neue Stelle bekommen.
Einige mögen eventuell aus Freude und Berufung arbeiten, andere jedoch nur, weil das Portemonnaie es sagt. Um nicht wieder ins Klo gegriffen zu haben, sollten wir also die Warnzeichen vorab erkennen und im Zweifel den Arbeitgeber wieder wechseln. Schließlich ist das Leben zu kurz, um sich mit einem schlechten Arbeitgeber zufrieden zu geben.

5 Gründe für den Wechsel:

  1. Zu späte Gehaltszahlungen
    Besonder dann, wenn eurer Gehalt immer mal wieder zu spät bei euch ankommt, solltet ihr unverzüglich mit Verzugszinsen drohen, die euch gesetzlich sogar zustehen. Schließlich müsst ihr eure Miete und die Rechnungen pünktlich zahlen, da könnt ihr nicht akzeptieren, dass euer Lohn zu spät gezahlt wird. Sprecht dies direkt beim ersten Verzug an, oder wechselt direkt den Arbeitgeber.
  2. Fluktuation im Ungleichgewicht
    Wenn ihr erst eben für eine offene Stelle eingesetzt wurdet, aber im gleichen Atemzug mehrere Angestellte entlassen wurden oder kündigen, sollten eure Alarmglocken läuten. Fluktuation ist natürlich in jedem Unternehmen vertreten, aber wenn mehr Leute gehen, als kommen, dann sollte dies bereits ein Warnhinweis für euch sein. Die Fluktuation ist im Ungleichgewicht und oftmals ist der Schritt zum Auslagern der Tätigkeiten oder dem Verpachten des Geschäftszweiges nicht mehr weit. Fragt offen bei euren Kollegen nach, wie die Stimmung im Allgemeinen ist und seid auf der Hut, oder wechselt direkt den Arbeitgeber.
  3. Versprochen ist Versprochen
    Das häufigste Versprechen ist wohl jenes, dass es nach der Einarbeitungszeit mehr Gehalt gibt. Die wenigsten Unternehmen kommen diesem Versprechen nach, einige nur nach jahrelangem nervenden Nachfragen. Dabei ist es verdammt wichtig, dass Versprechen gehalten werden. Schließlich erwartet man dies auch von euch und möchte, dass man sich auf seine Mitarbeiter verlassen kann. Wenn man dann als Unternehmen nicht selbst zu seinem Wort steht, spricht das gegen einen guten Arbeitgeber. Lasst euch daher direkt im Vertrag vermerken, dass es eine Gehaltserhöhung (oder mehr Urlaub) ab einem gewissen Zeitpunkt gibt, oder wechselt direkt den Arbeitgeber.
  4. Unstrukturierte Führungskräfte
    Nicht immer ist einem vom vornherein klar, wer nun der direkte Vorgesetzte ist, sodass man dies erst im Arbeitsalltag “herausfinden” muss. Wenn sich nun feststellen lässt, dass Chef A 40% vom Unternehmen besitzt und Chef B 55%, dann bleiben für Chef C nur noch 5%. Chef C sagt euch nun, welche Aufgabe zuerst erledigt werden muss, bis Chef A kommt und euch eine andere Aufgabe erteilt, die schnell erledigt werden muss. Nun kommt später noch Chef B dazu und fragt verwirrt, wieso ihr diese Aufgaben erledigt, die seien unwichtig, ihr sollt doch bitte seine Aufgabe erledigen. Ihr wollt natürlich alle Aufgaben gleichermaßen erfüllen und arbeitet nach der Dringlichkeit, die vorgegeben wurde. Da kommt Chef A zu euch und schimpft darüber, dass für Chef C eine Aufgabe erledigt wurde. Dieser sei nicht euer direkter Chef. Nun sitzt ihr zwischen den Stühlen, denn unabhängig davon, sind dies alles eure Vorgesetzten und Führungskräfte. Passend zum vorherigen Punkt, kann es auch dazu kommen, dass Chef B euch etwas versprochen hat, jedoch Chef A und Chef C dem nicht zustimmen, weshalb das Versprechen nicht gehalten werden kann.
    Klärt daher unbedingt vorher ab, von welchem Chef ihr direkte Anweisungen bekommt und legt fest, dass ihr nur diese priorisiert bearbeiten werdet, oder wechselt direkt den Arbeitgeber.
  5. Taube Ohren
    Zu Beginn wird man euch sicherlich erklärt haben, dass man als Unternehmen offen für Verbesserungen sei und diese gerne jederzeit angesprochen werden sollen. So seid ihr erpicht darauf, diese auch bei den Teammeetings anzusprechen und gegebenenfalls habt ihr bereits eine Lösung parat. Dankbar nimmt eure Verbesserungsvorschläge an und diskutiert diese auch im Team. Aber selbst nach 8 Monaten und mehrmaliger Ansprache hat sich nichts geändert. Im Gegenteil, denn nun werden Gründe erfunden, weshalb dies doch nicht umgesetzt werden kann oder eventuell wird dies auf eine andere Abteilung geschoben. Wenn ihr jetzt noch den Jackpot gezogen habt, dann habt ihr einen Arbeitgeber gefunden, der die Gründe bei den Mitarbeitern sucht und dort den Druck erhöht, da dies für ihn einfacher ist, als an den Problemlösungen zu arbeiten. Ihr stoßt unweigerlich auf taube Ohren und dürft lieber ein paar Überstunden kloppen, als dass sich jemand hinsetzt und das ursprüngliche Problem angeht, wessen Lösung auf lange Sicht hin die Arbeit für alle erleichtern würde. Daher schaut euch das Feedback-Programm des Arbeitgebers ganz genau an und wie dieser die Lösungsvorschläge von Mitarbeitern angeht, oder wechselt direkt den Arbeitgeber.

Sicherlich treffen diese 5 Gründe nicht überall zu und nicht immer muss sich das Schlimmste bewahrheiten, jedoch ist Vorsicht besser als Nachsicht. Ihr habt es verdient, einen fairen und vernünftigen Arbeitgeber zu haben, also lasst nicht zu, dass diese Dinge euch schlimmstenfalls den Spaß an der Arbeit verderben oder gar in eine Depression treiben. Denn Arbeit sollte ein Geben und Nehmen sein, ein Miteinander. Nur so kann ein Arbeitnehmer auch gute Arbeit leisten.

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