Jobwechsel Archive - Jobfails Tue, 27 Dec 2022 14:16:15 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 Jobwechsel während der Corona-Pandemie? https://www.jobfails.de/jobwechsel-waehrend-der-corona-pandemie/ https://www.jobfails.de/jobwechsel-waehrend-der-corona-pandemie/#respond Mon, 04 Jan 2021 20:58:49 +0000 https://www.jobfails.de/?p=796 Wenn uns das Jahr 2020 etwas gelehrt hat, dann dass man nicht alle Situationen vorausplanen kann. Somit ist es auch nicht besonders verwunderlich, dass einige Unternehmen sich in der schwierigen Zeit völlig hilflos fühlen und dadurch auch leider Fehlentscheidungen treffen, sich weiter verschulden oder sogar gänzlich bankrott gehen. Dies geschieht natürlich dann auch zu Lasten […]

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Wenn uns das Jahr 2020 etwas gelehrt hat, dann dass man nicht alle Situationen vorausplanen kann. Somit ist es auch nicht besonders verwunderlich, dass einige Unternehmen sich in der schwierigen Zeit völlig hilflos fühlen und dadurch auch leider Fehlentscheidungen treffen, sich weiter verschulden oder sogar gänzlich bankrott gehen. Dies geschieht natürlich dann auch zu Lasten der Arbeitnehmer, die in Kurzarbeit geschickt oder sogar gekündigt werden.

Aber auch die Stimmung ist in einigen Betrieben sehr trüb geworden. Es lastet ein höherer Druck auf den Angestellten, die nicht nur zum Einen versuchen müssen, die Aufgaben auch trotz der Kurzarbeit zu erledigen, die ja nicht weniger geworden sind (als Beispiel sei nur mal die Mehrwertsteuer-Senkung zu nennen, die für viele Sonderaufgaben in den Betrieben gesorgt hatte), zum Anderen ist natürlich auch die private Belastung höher, wenn die Kinderbetreuung nicht gewährleistet werden kann oder es den Großeltern gesundheitlich nicht so gut geht, man sie aber leider nicht besuchen kann.

Corona hat uns alle fest im Griff, das kann man nicht mehr abstreiten. Aus diesem Grund ist auch die Entscheidung, ob man den Job wechseln sollte, in der aktuellen Situation umso schwieriger. Zu einer Zeit, in der fast nichts mehr im Voraus planbar ist, möchte man verständlicherweise nicht noch ein unbekanntes Gewässer erobern müssen. Doch was sollte man tun, wenn man nun eben trotzdem den Job wechseln muss oder will?

Welche Stellenangebote gibt es aktuell?

Verschafft euch erst einmal einen groben Überblick darüber, was es derzeit für Stellenangebote gibt und vor allem, welche Firmen derzeit überhaupt suchen. Es kann nämlich sinnvoll sein, auch nähere Informationen über die einzelnen Unternehmen zu sammeln. Somit kann man auch durchaus auf Portalen wie “Kununu” oder auch “Xing” und “LinkedIn” erkennen, ob derzeit viele Kündigungen ausgesprochen wurden und ob derzeit die Stimmung durch Kurzarbeit, etc. umgeschlagen ist. Teilweise findet sich auch auf Facebook die ein oder andere Information, da sollte man einfach mal ausgiebig recherchieren.

Welche Branchen sind in der Krise stark?

Wir alle mussten leider feststellen, dass einige Branchen besonders unter der Corona-Krise leiden und eine Besserung ist da derzeit noch nicht in Sicht. Gastronomie, Reise- und Eventbranche, sicherlich auch viele Betriebe, die von der Kurzarbeiterregelung Gebrauch machen müssen, werden eventuell bei einem weiteren Lockdown oder einer Verlängerung der Maßnahmen das Tuch an den Nagel hängen müssen. Somit macht es durchaus Sinn, auch zu überlegen, ob eine andere Branche für einen selber in Frage kommen könnte. Schließlich wäre es die Mühe nicht Wert, wenn man bei einem neuen Arbeitgeber anfangen würde und dieser dann direkt schließen muss und man arbeitslos wird. Hier zeichnen sich aktuell besonders die Unternehmen aus, die nicht nur innovative Ideen haben, sondern eventuell auch finanziell gut aufgestellt sind, um das Geschäftsmodell auch innerhalb von Krisen aufrecht zu erhalten.

Einige Unternehmen schaffen auch völlig neue Berufsfelder und schöpfen alle Möglichkeiten aus, die Digitalisierung voran zu treiben. Viele Online-Shops sind in letzter Zeit aufgestellt worden, sowie auch etliche Lieferdienste. Ganz klar gehen hier die Online-Händler alle mit einem großen Umsatz an die Führungsspitze. Generell besteht in der IT- und der Digitalisierungs-Branche auch aufgrund von Corona weiterhin viel Bedarf an gutem Personal. So sind im Verwandten- und Bekanntenkreis trotz Corona Jobwechsel in diesen Bereichen während der Pandemie kein Problem gewesen.

Mit welchen Risiken muss man rechnen?

Eines der größten Risiken, auch außerhalb der Pandemie, ist das Risiko einer Erkrankung innerhalb der ersten 4 Wochen bei dem neuen Arbeitgeber. Während einer Pandemie könnte dies natürlich noch leichter eintreten als sonst. Denn innerhalb dieser Zeit wird der Arbeitgeber von seiner Lohnfortzahlungspflicht befreit und man erhält stattdessen direkt Krankengeld bis zu einer Dauer von 28 Tagen. Anschließend würde dann jedoch der Arbeitgeber wieder für bis zu 6 Wochen 100% Lohn fortzahlen müssen, nur um dann die Zahlung anschließend wieder an die Krankenkasse und das Krankengeld weiter zu geben. Den dadurch entstehenden Papierkram möchte sicherlich niemand übernehmen.

Ebenso gilt natürlich wie sonst auch während der Probezeit, dass eine Kündigung mit einer Kündigungsfrist von normalerweise zwei Wochen ohne Grund möglich ist. Von dieser könnte ein Arbeitgeber also auch Gebrauch machen wenn es z. B. finanziell schlechter werden sollte. Und was würde sich besser anbieten, als die Leute, die zuletzt gekommen sind und noch leicht zu kündigen sind, wieder nach Hause zu schicken?

Wem es eventuell schwer fallen sollte, sich direkt selber in neue Aufgabengebiete einzuarbeiten, der könnte es zudem in einem neuen Job schwer haben Fuß zu fassen. Denn dieser beginnt aufgrund der aktuellen Lage auch nicht selten direkt im Home-Office. Somit fehlt einem grade zu Beginn der direkte und persönliche Kontakt mit seinen neuen Kollegen. Man kann sich auch schnell einsam fühlen.

 

Fazit:  Jobwechsel während Corona?

Ja, aber nur, wenn man es sich leisten kann wenn es am Ende doch nicht klappt!

Wer sowieso aktuell einen gesicherten Arbeitsplatz hat und sich eigentlich noch recht wohl fühlt, der sollte den Jobwechsel gut überlegt angehen oder aufschieben.
Die Pandemie zeigt uns grade, dass man tatsächlich froh sein kann, aktuell überhaupt eine Arbeit zu haben, mag sie auch noch so nervig sein.

Alles auf eine Karte setzen und dann eventuell mit leeren Händen da zu stehen sollte aber gut überlegt sein, grade dann wenn man eine Familie ernähren muss und kein finanzielles Polster hat um mit dem Arbeitslosengeld über die Runden zu kommen.

Also, eventuell besser noch einmal die Zähne zusammenbeißen und abwarten oder jetzt den Sprung wagen, neue Wege zu gehen? Das muss leider jeder für sich selber wissen…

 

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Die größten Fehler im neuen Job https://www.jobfails.de/die-groessten-fehler-im-neuen-job/ https://www.jobfails.de/die-groessten-fehler-im-neuen-job/#respond Wed, 10 Jul 2019 21:55:37 +0000 https://www.jobfails.de/?p=328 Ihr habt es endlich geschafft und einen neuen Job gefunden. Dafür habt ihr alle eure Tricks angewandt und euren Charme spielen lassen. Jetzt beginnt in der Regel die “Einarbeitungsphase”, ihr lernt neue Systeme kennen, macht euch mit neuen Arbeitsprozessen und Kollegen vertraut. Die erste Zeit ist ziemlich ermüdend, anstrengend und mit sehr viel Input versehen, […]

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Ihr habt es endlich geschafft und einen neuen Job gefunden. Dafür habt ihr alle eure Tricks angewandt und euren Charme spielen lassen. Jetzt beginnt in der Regel die “Einarbeitungsphase”, ihr lernt neue Systeme kennen, macht euch mit neuen Arbeitsprozessen und Kollegen vertraut.

Die erste Zeit ist ziemlich ermüdend, anstrengend und mit sehr viel Input versehen, doch grade jetzt sind alle Augen auf euch gerichtet:
Schließlich möchte der Arbeitgeber ja, dass es sich gelohnt hat, in euch zu investieren. Darum solltet ihr auch unbedingt die größten Fehler im neuen Job vermeiden.

Hier sind einige Beispiele und Tipps, wie ihr diese klassischen Fehler vermeiden könnt:

  1. Nicht mitschreiben
    Das kann bereits euer Ausschlusskriterium sein. Denn es gibt für einen “Trainer” nichts ärgerlicheres, als dass ihr seine mühsam vorbereiteten Anleitungen nicht notiert. Zeigt daher Interesse an den Dingen, die euch nahegelegt werden. Es ist nicht nur nützlich für euch, da ihr mit euren eigenen Worten die Prozesse oftmals für euch verständlicher notieren könnt, als diese eventuell in den Schulungsunterlagen aufgeführt werden, sondern ihr könnt zudem auch später immer wieder darauf zurückgreifen und erspart euch wiederholende Fragen. Notiert euch vor allen Dingen auch wichtige Tipps und nutzt hier gerne mal den altbekannten Helfer, den Textmarker.
  2. Fehler unter den Teppich kehren
    Natürlich passieren euch grade zu Anfang noch recht häufig Fehler. Die meisten sind vernachlässigbar und ihr entdeckt diese auch schon häufig selbst. Dennoch solltet ihr immer offen darüber mit eurem Vorgesetzten sprechen und euch quasi “selbst anzeigen”. Das wirkt immer ehrlich und auch fürsorglich, so traut man euch auch mehr zu. Seid bereit, diese Fehler zu melden und bittet auch unbedingt um Unterstützung bei der Fehlerbehebung, um diese zukünftig vermeiden zu können. Eurem Vorgesetzten zeigt dies, dass ihr bereit seid, aus Fehlern zu lernen und auch Kritik annehmen könnt.
  3. Die Ersten werden die Letzten sein
    Zu Beginn wollt ihr oft mit eurem Engagement punkten und seid daher oft die Ersten am Arbeitsplatz und die Letzten, die gehen. Daran ist sicherlich nichts Schlechtes für euren Arbeitgeber zu sehen, jedoch ist die Gefahr sehr hoch, dass ihr zu schnell ausgebrannt seid und das noch bevor eure Karriere richtig angefangen hat. Ihr legt außerdem die Messlatte sehr hoch und schnell wird eben diese Arbeitsleistung immer von euch erwartet. Natürlich sollt ihr auch nicht zu spät dran sein, das kann ebenfalls schaden. Richtet euch hier am besten immer etwas Puffer ein und geht gerne auch auf der Arbeit noch eine Runde um das Gebäude, ehe ihr euch an euren Schreibtisch begebt und mit der Arbeit anfangt. Gegen 10 Minuten eher da sein und 10 Minuten länger bleiben wird niemand etwas haben, es wird euch aber auch niemand dafür danken.
  4. Besserwisser spielen
    Macht euch nicht direkt zu Anfang bei euren Kollegen unbeliebt mit Aussagen, dass ihr etwas anders gelernt habt oder in eurem alten Job etwas besser gemacht habt. Die Möglichkeit, dass Ihr Prozesse gemeinsam weiter optimieren könnt, wird noch früh genug kommen. Nehmt bitte erst einmal nur alles auf und macht euch stillschweigende Notizen an den Rand, um diese später bei einem geeigneteren Zeitpunkt parat zu haben. Niemand möchte mit einem Besserwisser zusammenarbeiten und ihr wollt auch nicht als solcher abgestempelt werden. Jeder Mensch ist nun einmal ein Individuum und somit auch die durch Menschen festgelegten Arbeitsweisen und getroffenen Entscheidungen.
  5. Sich die Kirschen rauspicken
    Gerne wird man euch zu Beginn testen wollen und somit bekommt ihr von eurem Vorgesetzten auch mal “Extra-Arbeit”. Diese solltet ihr wenn möglich auch nicht ausschlagen, denn somit könnt ihr unter Beweis stellen, dass man sich auf euch als “Teamplayer” verlassen kann. Vermeidet bei der alltäglichen Arbeit unbedingt jedoch das Herauspicken von “einfachen” und “schönen” Aufgaben. Bei euren Kollegen wird dieser Schachzug nämlich nicht gut ankommen. Zeigt also offen, dass ihr euch für bestimmte Aufgaben nicht zu schade seid. Solltet ihr euch jedoch ausgenutzt fühlen durch die Kollegen oder sollten die Aufgaben weit über euren Bereich hinausgehen, dann traut euch auch ruhig einmal “Nein” zu sagen. Besprecht dies dann gerne mit euren Vorgesetzten und gebt ihm Rückmeldung dazu, wieso ihr diese Aufgabe nicht übernehmen möchtet.
  6. Ein Buch mit sieben Siegeln
    Klar werdet ihr direkt am Anfang nicht jedem neuen Kollegen eure Lebensgeschichte erzählen wollen und das sollt ihr auch gar nicht. Macht euch jedoch selbst einen Gefallen und redet etwas über euch. Erzählt von eurem Werdegang und was ihr am Wochenende beispielsweise gerne unternehmen möchtet. Andernfalls wirkt man schnell arrogant und rückt somit wie von selbst in die Außenseiterrolle. Achtet darauf, dass ihr nicht über die schlechten Dinge der vergangenen Arbeitsstellen oder allzu Privates berichtet. Erzählt quasi nur so viel, dass ihr interessante Gespräche führen könnt, zum Beispiel über Hobbies oder sogar die neue Arbeit.
  7. Gespräche mit dem Chef vermeiden
    Auch wenn es schwierig fällt, sich mit dem neuen Chef zu unterhalten, solltet ihr dennoch regelmäßig das Gespräch suchen. Ihr könnt somit auch eure Fortschritte, Ziele und Erwartungen besprechen. Das baut eure Beziehung auf und euer Chef wird euch wertschätzen und respektieren.
    Versucht auch bei privaten Problemen offen mit eurem Chef zu reden und signalisiert ihm, dass ihr ihn sowohl auf der Arbeit-Ebene, als auch auf der kollegialen Ebene gerne um Rat bittet.
  8. Den sozialen Anschluss verlieren
    Wer sich vor jedem Team-Event  und jeder Firmenfeier drückt, der verpasst gute Gelegenheiten, sich auch mal mit anderen Kollegen aus verschiedenen Abteilungen zu unterhalten oder auch Job-Beziehungen aufzubauen. Es gibt keine bessere Gelegenheit den Chef in einer lockeren Atmosphäre zu fragen, ob er mit euch bisher zufrieden ist.
  9. Kritik zu persönlich nehmen
    Wenn euch jemand sagt, dass ihr unwirtschaftlich arbeitet, dann seid ihr keineswegs persönlich gemeint. Im Gegenteil: Man versucht lediglich, euch die Arbeit zu erleichtern und Reklamationen diesbezüglich zu vermeiden. Seid also nicht beleidigt und fühlt euch persönlich nicht angegriffen. Euer Chef wird euch sicherlich nur einen gut gemeinten Rat mit auf dem Weg geben wollen und den solltet ihr dankbar annehmen, sowie in eurer Arbeitsweise berücksichtigen. Seid aber auch mutig genug, einen zu harten Ton anzusprechen und bittet um sachliches Feedback in einem vernünftigen Ton, damit ihr euch wohl fühlen könnt und euch nicht gekränkt nach Hause schleppen müsst.
  10. Keine Fragen stellen
    Das ist leider einer der häufigsten Fehler und im Grunde schadet ihr euch damit nur selbst. Wer denkt, dass er besonders schlau und klever wirkt, indem er nie Fragen stellt, der hat leider schon verloren.  Es wird niemand von euch zu Beginn erwarten, dass ihr bereits alles beim ersten Mal verstanden habt und sofort umsetzen könnt. Durch Nachfragen signalisiert ihr deutlich, dass ihr Neues lernen wollt und es euch wichtig ist, dass ihr die Aufgaben richtig bearbeitet. Euer Vorgesetzter wird euch dafür loben, dass ihr nicht nur auf die Quantität, sondern auch besonders auf die Qualität ein großes Augenmerk gerichtet habt. Passt nur auf, dass ich nicht immer die gleichen Fragen stellt und notiert euch die Antworten, wenn ihr welche bekommen habt.

 

Macht euch selber keinen zu großen Druck. Ihr habt neu in dem Job angefangen und Fehler zu Beginn sind ganz normal. Agiert souverän und signalisiert, dass ihr lernfähig seid. Zeigt euer Können und gebt auch eure Schwächen zu, nur so kann aus euch ein guter Mitarbeiter werden.
Denkt auch daran, dass ihr zu Anfang einen kleinen “Welpenschutz” genießen könnt und nutzt jede Chance, euch zu verbessern.

Für euren neuen Job wünsche ich euch ganz viel Erfolg und Freude!

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5 Gründe, schnell wieder den Arbeitgeber zu wechseln https://www.jobfails.de/5-gruende-schnell-wieder-den-arbeitgeber-zu-wechseln/ https://www.jobfails.de/5-gruende-schnell-wieder-den-arbeitgeber-zu-wechseln/#respond Mon, 25 Mar 2019 21:06:45 +0000 https://www.jobfails.de/?p=208 Das ein oder andere Mal kann es tatsächlich vorkommen, dass ihr erst soeben einen neuen Job angefangen habt und euch eigentlich sehr wohl fühlt, sodass ihr die offensichtlichen Warnzeichen nicht wahrnehmen könnt. Ihr lasst euch blenden und glaubt, dass dieses Mal alles besser kommen wird, als beim vorherigen Arbeitgeber. Natürlich wünsche ich euch das, dennoch […]

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Das ein oder andere Mal kann es tatsächlich vorkommen, dass ihr erst soeben einen neuen Job angefangen habt und euch eigentlich sehr wohl fühlt, sodass ihr die offensichtlichen Warnzeichen nicht wahrnehmen könnt.
Ihr lasst euch blenden und glaubt, dass dieses Mal alles besser kommen wird, als beim vorherigen Arbeitgeber. Natürlich wünsche ich euch das, dennoch solltet ihr sehr wachsam sein und sensibel gegenüber einigen, sehr offensichtlichen Gründen, schnell wieder den Arbeitgeber zu wechseln.

Das Dilemma beginnt alleine schon bei der Firmenpräsenz. Oftmals sagt alleine schon der Internetauftritt viel über einen potenziellen Arbeitgeber aus. Besonders, wenn im  Bereich des Marketings oder der IT gesucht wird, jedoch die Webseite in einem alten Design mit sämtlichen Rechtschreibfehlern und einem schlechten Quellcode ausgestattet ist. Nun denkt man sich, dass man sich lieber ein persönliches Bild von dem Unternehmen macht und lässt sich auf ein Vorstellungsgespräch ein.

Der ein oder andere ist glücklicherweise mit der Fähigkeit geboren worden, andere Menschen direkt zu durchschauen und Unwahrheiten direkt zu erkennen, den meisten von uns ergeht es aber eher so, dass man eben nur vor den Kopf gucken kann. So lassen wir uns erstmal viel erzählen und ansprechend reden. Unser Interesse wurde geweckt und man hat richtig Lust auf die neue Stelle bekommen.
Einige mögen eventuell aus Freude und Berufung arbeiten, andere jedoch nur, weil das Portemonnaie es sagt. Um nicht wieder ins Klo gegriffen zu haben, sollten wir also die Warnzeichen vorab erkennen und im Zweifel den Arbeitgeber wieder wechseln. Schließlich ist das Leben zu kurz, um sich mit einem schlechten Arbeitgeber zufrieden zu geben.

5 Gründe für den Wechsel:

  1. Zu späte Gehaltszahlungen
    Besonder dann, wenn eurer Gehalt immer mal wieder zu spät bei euch ankommt, solltet ihr unverzüglich mit Verzugszinsen drohen, die euch gesetzlich sogar zustehen. Schließlich müsst ihr eure Miete und die Rechnungen pünktlich zahlen, da könnt ihr nicht akzeptieren, dass euer Lohn zu spät gezahlt wird. Sprecht dies direkt beim ersten Verzug an, oder wechselt direkt den Arbeitgeber.
  2. Fluktuation im Ungleichgewicht
    Wenn ihr erst eben für eine offene Stelle eingesetzt wurdet, aber im gleichen Atemzug mehrere Angestellte entlassen wurden oder kündigen, sollten eure Alarmglocken läuten. Fluktuation ist natürlich in jedem Unternehmen vertreten, aber wenn mehr Leute gehen, als kommen, dann sollte dies bereits ein Warnhinweis für euch sein. Die Fluktuation ist im Ungleichgewicht und oftmals ist der Schritt zum Auslagern der Tätigkeiten oder dem Verpachten des Geschäftszweiges nicht mehr weit. Fragt offen bei euren Kollegen nach, wie die Stimmung im Allgemeinen ist und seid auf der Hut, oder wechselt direkt den Arbeitgeber.
  3. Versprochen ist Versprochen
    Das häufigste Versprechen ist wohl jenes, dass es nach der Einarbeitungszeit mehr Gehalt gibt. Die wenigsten Unternehmen kommen diesem Versprechen nach, einige nur nach jahrelangem nervenden Nachfragen. Dabei ist es verdammt wichtig, dass Versprechen gehalten werden. Schließlich erwartet man dies auch von euch und möchte, dass man sich auf seine Mitarbeiter verlassen kann. Wenn man dann als Unternehmen nicht selbst zu seinem Wort steht, spricht das gegen einen guten Arbeitgeber. Lasst euch daher direkt im Vertrag vermerken, dass es eine Gehaltserhöhung (oder mehr Urlaub) ab einem gewissen Zeitpunkt gibt, oder wechselt direkt den Arbeitgeber.
  4. Unstrukturierte Führungskräfte
    Nicht immer ist einem vom vornherein klar, wer nun der direkte Vorgesetzte ist, sodass man dies erst im Arbeitsalltag “herausfinden” muss. Wenn sich nun feststellen lässt, dass Chef A 40% vom Unternehmen besitzt und Chef B 55%, dann bleiben für Chef C nur noch 5%. Chef C sagt euch nun, welche Aufgabe zuerst erledigt werden muss, bis Chef A kommt und euch eine andere Aufgabe erteilt, die schnell erledigt werden muss. Nun kommt später noch Chef B dazu und fragt verwirrt, wieso ihr diese Aufgaben erledigt, die seien unwichtig, ihr sollt doch bitte seine Aufgabe erledigen. Ihr wollt natürlich alle Aufgaben gleichermaßen erfüllen und arbeitet nach der Dringlichkeit, die vorgegeben wurde. Da kommt Chef A zu euch und schimpft darüber, dass für Chef C eine Aufgabe erledigt wurde. Dieser sei nicht euer direkter Chef. Nun sitzt ihr zwischen den Stühlen, denn unabhängig davon, sind dies alles eure Vorgesetzten und Führungskräfte. Passend zum vorherigen Punkt, kann es auch dazu kommen, dass Chef B euch etwas versprochen hat, jedoch Chef A und Chef C dem nicht zustimmen, weshalb das Versprechen nicht gehalten werden kann.
    Klärt daher unbedingt vorher ab, von welchem Chef ihr direkte Anweisungen bekommt und legt fest, dass ihr nur diese priorisiert bearbeiten werdet, oder wechselt direkt den Arbeitgeber.
  5. Taube Ohren
    Zu Beginn wird man euch sicherlich erklärt haben, dass man als Unternehmen offen für Verbesserungen sei und diese gerne jederzeit angesprochen werden sollen. So seid ihr erpicht darauf, diese auch bei den Teammeetings anzusprechen und gegebenenfalls habt ihr bereits eine Lösung parat. Dankbar nimmt eure Verbesserungsvorschläge an und diskutiert diese auch im Team. Aber selbst nach 8 Monaten und mehrmaliger Ansprache hat sich nichts geändert. Im Gegenteil, denn nun werden Gründe erfunden, weshalb dies doch nicht umgesetzt werden kann oder eventuell wird dies auf eine andere Abteilung geschoben. Wenn ihr jetzt noch den Jackpot gezogen habt, dann habt ihr einen Arbeitgeber gefunden, der die Gründe bei den Mitarbeitern sucht und dort den Druck erhöht, da dies für ihn einfacher ist, als an den Problemlösungen zu arbeiten. Ihr stoßt unweigerlich auf taube Ohren und dürft lieber ein paar Überstunden kloppen, als dass sich jemand hinsetzt und das ursprüngliche Problem angeht, wessen Lösung auf lange Sicht hin die Arbeit für alle erleichtern würde. Daher schaut euch das Feedback-Programm des Arbeitgebers ganz genau an und wie dieser die Lösungsvorschläge von Mitarbeitern angeht, oder wechselt direkt den Arbeitgeber.

Sicherlich treffen diese 5 Gründe nicht überall zu und nicht immer muss sich das Schlimmste bewahrheiten, jedoch ist Vorsicht besser als Nachsicht. Ihr habt es verdient, einen fairen und vernünftigen Arbeitgeber zu haben, also lasst nicht zu, dass diese Dinge euch schlimmstenfalls den Spaß an der Arbeit verderben oder gar in eine Depression treiben. Denn Arbeit sollte ein Geben und Nehmen sein, ein Miteinander. Nur so kann ein Arbeitnehmer auch gute Arbeit leisten.

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