IHK Archive - Jobfails Tue, 27 Dec 2022 14:14:25 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 IHK – Wofür ist die Kammer eigentlich gut und ist sie so hilfreich, wie versprochen wird? https://www.jobfails.de/ihk-wofuer-ist-die-kammer-eigentlich-gut-und-ist-sie-so-hilfreich-wie-versprochen-wird/ https://www.jobfails.de/ihk-wofuer-ist-die-kammer-eigentlich-gut-und-ist-sie-so-hilfreich-wie-versprochen-wird/#respond Sat, 19 Oct 2019 21:38:14 +0000 https://www.jobfails.de/?p=465 Die Industrie- und Handelskammern in Deutschland sind seit etlichen Jahren ein wichtiger Bestandteil der Bildungs- und Berufswelt. Es gibt insgesamt 79 Kammern in Deutschland, die für verschiedene Regionen verantwortlich sind und dort selbstverantwortlich die Aufgaben der regionalen Wirtschaft übernehmen. Aber was genau macht die IHK für uns? Es ist sehr schwer zu sagen, welche Aufgaben […]

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Die Industrie- und Handelskammern in Deutschland sind seit etlichen Jahren ein wichtiger Bestandteil der Bildungs- und Berufswelt. Es gibt insgesamt 79 Kammern in Deutschland, die für verschiedene Regionen verantwortlich sind und dort selbstverantwortlich die Aufgaben der regionalen Wirtschaft übernehmen.

Aber was genau macht die IHK für uns?

Es ist sehr schwer zu sagen, welche Aufgaben explizit von der IHK ausgeführt werden und wieso das gut für uns sein soll. Dennoch gibt es einige Punkte, bei denen wir die Arbeit der IHK wahrnehmen:

In Deutschland fungieren die Kammern als zentrales Organ für die Berufsausbildungen und setzen unter anderem die Lerninhalte fest, oder nehmen Prüfungen ab. Sie fördern zudem die gewerbliche Wirtschaft und beraten auch bei Existenzgründungen. Man ist in Deutschland automatisch in einer Pflichtmitgliedschaft der Industrie- und Handelskammer gefangen, sobald man ein Gewerbe anmeldet. Die Unternehmensgröße ist hierbei irrelevant, denn es trifft auch die nebenberuflichen Tätigkeiten, die als Gewerbe angemeldet wurden. Der zu zahlende Beitrag bemisst sich dann anhand des Umsatzes. Unternehmen, die nicht im Handelsregister eingetragen sind, werden vom Beitrag befreit, sofern sich der jährliche Gewinn aus Gewerbeertrag und -gewinn unter 5.200 Euro beläuft.

 

Welche Aufgaben erfüllt die Kammer?

Zu den Aufgaben der IHK zählen unter anderem:

  • Förderung der gewerblichen Wirtschaft in der Region
  • Wahrnehmung der Interessen der Gewerbetreibenden aus der Region
  • Regelung der kaufmännischen und regionalen Berufsausbildung
  • Erlass von Gesellen- und Meisterprüfungsordnungen
  • Unterstützung der Behörden durch Vorschläge, Gutachten und Berichte
  • Unterstützung der regionalen Unternehmen bei der Außenwirtschaft (EU und Drittland)
  • Sicherstellung der Einhaltung der Grundsätze durch die IHK-Mitglieder
  • Beratungen bei Existenzgründung

 

Zudem sorgen die Industrie- und Handelskammern für eine solide Ausbildung. Sie nehmen fast jedes Jahr mehr als 590.000 Zwischen- und Abschlussprüfungen ab. Das soll sich auch für diejenigen rentieren, die zwar nicht selber ausbilden, aber fertig ausgebildete Arbeitskräfte einstellen wollen.

Diese Verwaltungsaufgaben führen die Kammern in Eigenregie aus, jedoch sollen sie auch immer ein Ansprechpartner bei Komplikationen sein und beispielsweise auch den Ausbildungsverlauf begutachten. So stellt sich natürlich die Frage, ob sie dies auch tatsächlich tun können, bei der Vielzahl von Auszubildenden, Fort- und Weiterbildenden, sowie den ganzen verschiedenen Branchen , in denen diese angeboten werden.

Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus kann ich sagen: Nein, das schaffen sie nicht einmal annäherungsweise!

Wie schon zuvor in einem Beitrag geschrieben, war ich leider eine längere Zeit während der Ausbildung erkrankt und dadurch ausgefallen, weshalb man mir wegen häufiger Krankheit bzw. längerer Krankheit einen Aufhebungsvertrag auf den Tisch legte. Auf Anraten des Betriebsrates, hatte ich auch aktiv das Gespräch zu meiner zuständigen IHK gesucht, um die außergewöhnliche Situation zu besprechen und eine Lösung zu finden. Mir wurde ein Ansprechpartner zugewiesen, welchen ich gerne jederzeit kontaktieren könnte, sollte ich das Bedürfnis haben.
Das “jederzeit” jedoch nur bedeuten sollte, zwischen 8 und 10 Uhr morgens an 3 Tagen in der Woche, das musste ich dann leider erst noch feststellen, denn ich habe es sage und schreibe in 2 Monaten lediglich 1 Mal geschafft, den Herren zu erreichen.
Die erhoffte Unterstützung war dann ein 3-minutiges Gespräch, während der Herr sogar bereits auf der Heimfahrt im Zug saß und ich ihn somit nur schwer verstehen konnte. Hilfreiche Tipps konnte er mir leider nicht geben, weshalb sich die Mühen nicht gelohnt haben für mich.

In anderen Fällen erwies sich die IHK leider auch nicht als sonderbar hilfreich:

Für das Abschlussprojekt der Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration bekam man in der Berufsschule zum Thema Projektmanagement und der Projektdokumentation wiederholt folgende Aussage genannt: Die Projektdokumentation dokumentiert den Projektverlauf und soll nicht ausführlich die eingesetzte Technologie erklären!
Der Prüfer der IHK gab jedoch bei der Bewertung lediglich die Note 3 mit der Begründung, dass die Dokumentation zu wenige technische Details enthalten würde. Insbesondere scheint hier leider reine Willkür zu herrschen, wie es von der IHK telefonisch, als dort eine Rückmeldung zum Ausbildungsverlauf erfolgte, bestätigt wurde.

Auch als ich mich während einer meiner früheren Anstellungen bei der Industrie- und Handelskammer darüber beschwert habe, dass es in dem Betrieb keine ausgebildete Ausbildungsleitung gab und man mich damit beauftragte, die Auszubildenden zu unterweisen, damit ich meinen Urlaub antreten konnte und somit 2 Azubis selbstständig das Sekretariat der Firma leiten sollten, bekam ich nur die Information, dass man es Auszubildenden ruhig zumuten könne, eine Abteilung im Alleingang für mehrere Monate zu führen.
Natürlich habe ich die Auszubildenden gut eingearbeitet und ihnen auch durchaus vertraut, dass sie das alltägliche Geschäft meistern können, dennoch sollte immer ein Ansprechpartner für die Azubis zur Verfügung stehen, denn man kann nicht erwarten, dass die Azubis sowohl die Berufsschule meistern, als auch eine 40-Stunden-Arbeitskraft vollständig zu ersetzen, die mehrere Jahre Berufserfahrung hat. Das fand ich sehr unverantwortlich und auch den jungen Auszubildenden gegenüber sehr unfair, hatten sie in keiner Situation einen fähigen Ansprechpartner für die Ausbildungsbelange. Es soll nicht heißen, dass ihre Ausbildung somit schlechter war, sondern lediglich, dass die sonst so erpichte Gleichberechtigung für die IHK plötzlich nicht mehr wichtig erschien, denn schließlich gab es in der Firma niemanden, der sicherstellen konnte, dass alle erforderlichen Ausbildungsinhalte auch gelehrt wurden.

Von einem Leser erfuhr ich zudem auch eine interessante Geschichte:

Dieser merkte schnell, als er sich mit anderen Auszubildenden in seiner Berufsschule unterhielt, dass er im Betrieb nicht eine einzige Aufgabe bekam, die etwas mit seiner Ausbildung zu tun hatte. So saß er als angehender Fachinformatiker nur am Telefon und habe Support-Fälle in das Ticket-System der Firma eingetragen, jedoch selber nicht einen Fall davon bearbeiten können.
Er hat sich daraufhin bei der zuständigen IHK der Region beschwert und nur die Aussage erhalten, dass es ja auch nicht schlecht sei, wenn er da eine andere Aufgabe erhält, als andere Auszubildende, denn das könne er ja später im Beruf sicherlich auch gebrauchen. Tolle Hilfe!

 

Natürlich können wir einfach Pech mit der zuständigen IHK in unserer Region gehabt haben, dennoch sollte man bei Herausforderungen zumindest das Gefühl haben, dass das jeweilige Anliegen ernst genommen wird und man, sofern eben möglich, Unterstützung erwarten kann. Schließlich zahlen kleine so wie große Unternehmen ja auch dafür ihre Pflichtbeiträge, oder?

 

Habt ihr auch schlechte oder eher gute Erfahrungen machen können mit der Industrie- und Handelskammer?
Dann schreibt es doch gerne in die Kommentare!

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Auf was sollte man alles achten, ehe man einen Ausbildungsvertrag unterschreibt? https://www.jobfails.de/auf-was-sollte-man-alles-achten-ehe-man-einen-ausbildungsvertrag-unterschreibt/ https://www.jobfails.de/auf-was-sollte-man-alles-achten-ehe-man-einen-ausbildungsvertrag-unterschreibt/#respond Tue, 09 Jul 2019 21:21:45 +0000 https://www.jobfails.de/?p=310 Die Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz bringt schon etliche Hürden mit sich. Nicht nur alleine einen Ausbildungsbereich zu finden, den man nun gerne erlernen möchte, treibt einen in den Wahnsinn, sondern auch die Tatsache, dass nicht jeder Betrieb in den verschiedenen Ausbildungsberufen die gleichen Möglichkeiten bietet. Somit kann die Suche nach dem geeigneten Ausbildungsplatz schon […]

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Die Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz bringt schon etliche Hürden mit sich. Nicht nur alleine einen Ausbildungsbereich zu finden, den man nun gerne erlernen möchte, treibt einen in den Wahnsinn, sondern auch die Tatsache, dass nicht jeder Betrieb in den verschiedenen Ausbildungsberufen die gleichen Möglichkeiten bietet.

Somit kann die Suche nach dem geeigneten Ausbildungsplatz schon etliche Zeit und Kraft in Anspruch nehmen. Oftmals hat man dann auch immer weniger Lust, sich alles  genau durchzulesen, da man dies bereits hundert Mal machen musste. Jedoch ist die Gefahr dann groß, dass man wichtige Punkte und Hinweise übersieht.

 

Es ist daher besonders ratsam, sich vor der Unterzeichnung eines Ausbildungsvertrages einige wichtige Punkte genauer anzusehen:

  1. Wird eine Verkürzung der Ausbildungszeit angeboten?
    Besonders für Abiturient/innen wird das ein sehr interessanter Punkt sein, denn in vielen Betrieben ist es möglich, die Ausbildungszeit von 3 Jahren auf lediglich 2 Jahre zu verkürzen. Wer nicht auf den Kopf gefallen ist, für den stellt dieses eine Jahr “weniger Zeit” kein Problem dar. Es ist im Gegenteil dazu sogar sehr hilfreich. Ihr fangt nicht nur eher an, ein festes, geregeltes Einkommen zu erzielen, sondern ihr verschwendet ein ganzes Jahr Lebenszeit weniger damit, zu einer Berufsschule zu gehen, die euch nur dürftig auf die Abschlussprüfungen vorbereitet.
  2. Ist das Gehalt einem eventuellem  vorhandenen Tarifvertrag entsprechend bemessen?
    Einige Unternehmen versuchen grade bei den Ausbildungsgehältern zu sparen und zahlen dementsprechend nicht immer den im Tarifvertrag angesetzten Mindestverdienst aus. Ihr könnt schon bei eurem Vorstellungsgespräch nach dem Tarifvertrag fragen und euch über den branchenüblichen Lohn informieren, damit es keine bösen Überraschungen gibt. Ihr solltet euch auch darüber informieren, was andere Betriebe bereit sind, an Ausbildungsvergütungen zu zahlen, um einen fairen Vergleich erstellen zu können.
  3. Wird die Berufsschule für euch erreichbar sein?
    Auch das solltet ihr unbedingt vorab genau beachten, denn womöglich wird die zugehörige Berufsschule nicht im gleichen Ort sein und ihr müsstet entweder lange Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auf euch nehmen, oder sogar schon einen Führerschein und ein Auto haben.
    Fragt also hier unbedingt vorher nach, wo sich eure Berufsschule befinden wird und überlegt euch gut, wie ihr diese erreichen könnt.
  4. Handelt es sich um eine anerkannte IHK-Ausbildung?
    Selbst in der heutigen Zeit geistern noch unglaublich viele Ausbildungsbetriebe umher, die keine IHK-Anerkennung besitzen. Das mag eventuell auch nicht weiter tragisch sein für das Unternehmen, zumal die IHK sich die Prüfungsgebühren ordentlich bezahlen lassen. Somit ist dies grade für kleine Unternehmen ein “Geld-fressender” Faktor.
    Dennoch sollte jedes Unternehmen, welches sich als Ausbildungsstätte anbieten möchte, das nötige Kleingeld beisammen haben, um die IHK-Ausbildung finanzieren zu können. Andernfalls sollte man sich als Bewerber schon die Frage stellen, wie wohl das spätere Gehalt ausfallen wird, wenn nicht einmal dafür das Geld übrig gewesen ist. Zudem wollt ihr auch sicher gehen, dass eure Ausbildung später von allen weiteren Unternehmen anerkannt werden kann, da hilft euch ein IHK-Abschluss natürlich weiter.
  5. Könnt ihr nach der Ausbildung in diesem Beruf ausreichend verdienen?
    Dies ist schon fast die wichtigste Frage. Nur wenn ihr auch später in dem Bereich die Möglichkeit habt, genügend zu verdienen, dann lohnt sich erst auch die Ausbildung. Schließlich gibt es Rechnungen zu bezahlen, man möchte eventuell eine Familie gründen und nicht in einer kleinen Wohnung sitzen bleiben.
    Darum sorgt euch früh genug darum, welches Gehalt euch später erwarten wird und rechnet hier ruhig genügend Abweichungen ein, denn der Arbeitsmarkt ändert sich im Laufe der Zeit ständig, sowie auch der Immobilienmarkt und die Wirtschaft allgemein.

Wenn ihr alle Punkte sorgfältig vor der Unterzeichnung eures Ausbildungsvertrages überdacht habt und glücklicherweise auch noch Lust an der zukünftigen Arbeit habt, dann solltet ihr eine gute Wahl getroffen haben, mit der ihr auch später noch Leben könnt.

Tipp:

Ihr habt noch Probleme bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen?
Gerne helfe ich euch dabei gegen eine kleine Gebühr.
Schreibt mir dazu einfach eine E-Mail an bewerbung@jobfails.de.

Ich freue mich auf eure Nachrichten!

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