Arbeitgeber Archive - Jobfails Tue, 09 Apr 2024 16:16:05 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Muss ich mein privates Notebook oder meinen PC für die Arbeit nutzen? https://www.jobfails.de/muss-ich-mein-privates-notebook-oder-meinen-pc-fuer-die-arbeit-nutzen/ https://www.jobfails.de/muss-ich-mein-privates-notebook-oder-meinen-pc-fuer-die-arbeit-nutzen/#respond Wed, 14 Jun 2023 09:49:06 +0000 https://www.jobfails.de/?p=1087 In einer Zeit, in der Technologie allgegenwärtig ist, haben viele Menschen ein eigenes Notebook, einen Laptop oder einen eigenen PC, die für den persönlichen Gebrauch konzipiert sind. Doch was passiert, wenn der Arbeitsplatz nach mehr Flexibilität verlangt und die Grenzen zwischen persönlicher und beruflicher Nutzung verschwimmen? Muss und sollte man sein privates Notebook oder den […]

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In einer Zeit, in der Technologie allgegenwärtig ist, haben viele Menschen ein eigenes Notebook, einen Laptop oder einen eigenen PC, die für den persönlichen Gebrauch konzipiert sind. Doch was passiert, wenn der Arbeitsplatz nach mehr Flexibilität verlangt und die Grenzen zwischen persönlicher und beruflicher Nutzung verschwimmen? Muss und sollte man sein privates Notebook oder den PC für die Arbeit nutzen? In diesem Artikel werden wir die Vor- und Nachteile dieser Praxis diskutieren und mögliche Lösungen beleuchten.

Wieso möchte mein Chef, dass ich mein privates Notebook für die Arbeit benutze?

Arbeitgeber sind nicht selten froh darüber, wenn die Angestellten auch dazu bereit sind, ihre privaten Handys oder die privaten Fahrzeuge für die Arbeit zu nutzen.
Dies haben wir uns im Detail auch schon genau angesehen und die möglichen Konsequenzen erörtert. Die entsprechenden Artikel könnt ihr hier noch einmal aufrufen: Privates Auto / Privates Handy

Es würde uns also nicht wundern, wenn auch eine Nutzung der privaten Notebooks und PCs für die Arbeitgeber interessant ist. Doch was verspricht sich der Arbeitgeber davon, wenn man seine eignen Gerätschaften benutzt?

Der Fall für die Nutzung des privaten Notebooks:

  1. Vertrautheit und Benutzerfreundlichkeit:
    Ein privates Notebook bietet natürlich den Vorteil, dass der Benutzer bereits mit dem Gerät vertraut ist. Die individuellen Einstellungen, installierte Programme und gespeicherten Dateien können ein nahtloses Arbeitsumfeld schaffen und die Produktivität steigern. Besonders beim Hybrid-Arbeitsmodell, wo ein Teil zu Hause und ein Teil in der Firma gearbeitet wird, sehen Arbeitgeber einen Vorteil. Da der Mitarbeiter sein persönliches Notebook kennt, entfallen mögliche Lernkurven und der Arbeitsfluss wird weniger gestört.
  2. Kosteneffizienz:
    Es ist selbstverständlich auch die Frage des Geldes, denn wenn Arbeitgeber für alle Mitarbeiter die Hardware zur Verfügung stellen müssen, fallen enorme Kosten an. Für jedes Gerät selbst und auch für die entsprechende Wartung und IT-Administration. Doch auch für den Arbeitnehmer kann es Kosten sparen.
    Wenn der Arbeitgeber nämlich keine spezifische Hardware zur Verfügung stellen will, kann die Verwendung des privaten Notebooks eine kostengünstige Alternative sein. Es entfallen mögliche Ausgaben für den Kauf eines zusätzlichen Geräts, das ausschließlich für die Arbeit genutzt wird. Außerdem können steuerliche Vorteile genutzt werden, um die Kosten für das private Notebook abzusetzen.
  3. Flexibilität und Mobilität:
    Das Arbeiten mit dem eigenen Notebook ermöglicht Flexibilität und Mobilität. Egal ob im Büro, zu Hause oder unterwegs, das private Notebook erlaubt es dem Benutzer, nahtlos zwischen verschiedenen Arbeitsumgebungen zu wechseln. Dies kann insbesondere für Personen von Vorteil sein, die häufig reisen oder per remote arbeiten. Ein besonders fieser Arbeitgeber wird es zudem freuen, dass man eventuell dann im Urlaub “mal eben” noch etwas für die Arbeit erledigen kann, da man das Notebook ja eh zur Verfügung hat.

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Was spricht gegen die Nutzung eines privaten Notebooks für die Arbeit?

Selbstverständlich sind diese Punkte nur einige Beispiele dafür, wieso ein Chef sich darüber freut, wenn man sein privates Notebook oder seinen privaten PC nutzt. Denn wie immer, gibt es auch etliche Nachteile, die sorgfältig beachtet werden sollten.

Die Argumente gegen die Nutzung des privaten Notebooks:

  1. Sicherheitsbedenken:
    Ein Hauptgrund, warum Arbeitgeber die Nutzung privater Notebooks nicht bevorzugen, sind Sicherheitsbedenken. Der Schutz sensibler Unternehmensdaten und Informationen ist von größter Bedeutung. Privat genutzte Notebooks könnten möglicherweise nicht den erforderlichen Sicherheitsstandards entsprechen und ein höheres Risiko für Datenlecks oder Datenverluste darstellen. Die IT-Administration verursacht enorme Kosten, da es auch verschiedene Betriebssysteme geben wird, die jene Mitarbeiter auf den privaten Notebooks und PCs nutzen. Auch die Software darauf abzustimmen, wird viel Zeit in Anspruch nehmen.
  2. Mangelnde Trennung von Arbeit und Privatleben:
    Die Nutzung des privaten Notebooks für die Arbeit kann dazu führen, dass die Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben verschwimmen. Das ständige Vorhandensein von Arbeitsdateien und -programmen auf dem persönlichen Gerät kann zu einer kontinuierlichen Erreichbarkeit und Überlastung führen. Es ist wichtig, eine klare Trennung zwischen Arbeit und Freizeit aufrechtzuerhalten, um ein gesundes Gleichgewicht zu gewährleisten. Zudem ist natürlich auch die Ablenkungsgefahr höher, wenn man seine privaten Programme, wie beispielsweise Games, etc. auf dem Gerät jederzeit verfügbar hat.
  3. Geräteverschleiß und mangelnde Aktualität:
    Die Verwendung des privaten Notebooks für die Arbeit kann zu einem erhöhten Verschleiß führen. Berufliche Anforderungen können die Lebensdauer des Geräts verkürzen oder es schneller veralten lassen. Dies kann zu zusätzlichen Kosten für Reparaturen oder den Kauf eines neuen Notebooks führen. Zumal es besonders auch für die IT-Abteilung schwierig werden kann, wenn Notebooks und Betriebssoftware nicht mehr aktuell sind und erhöhten Arbeitsaufwand bedeuten, falls man die firmeninterne Software mit geeigneten Schnittstellen einbinden muss.

Was sollte man beachten, wenn man sein privates Notebook für die Arbeit nutzen möchte?

Doch all diese Punkte müssen nicht bedeuten, dass es nicht möglich ist, auch private Geräte für die Arbeit zu nutzen. Schauen wir uns doch einmal an, wie so etwas aussehen könnte.

Lösungen und Alternativen:

  1. Bring your own device (BYOD) Richtlinien:
    Viele Unternehmen haben erkannt, dass Mitarbeiter ihre eigenen Geräte für die Arbeit nutzen möchten. Um Sicherheitsbedenken zu minimieren, können Unternehmen BYOD-Richtlinien implementieren. Diese Richtlinien legen klare Regeln fest, wie persönliche Notebooks sicher in die Arbeitsumgebung integriert werden können. Dazu gehören beispielsweise regelmäßige Sicherheitsupdates, die Verwendung von Antiviren-Software und die Verschlüsselung von sensiblen Daten. Hierzu sollte man jedoch beachten, dass alle Daten auf dem Gerät auch bei der IT-Abteilung einsehbar wären, also immer schön darauf achten, was man so alles auf dem Gerät gespeichert hat!
  2. Firmeneigene Geräte:
    Eine Alternative zur Nutzung des privaten Notebooks besteht darin, dass der Arbeitgeber firmeneigene Geräte zur Verfügung stellt. Dies gewährleistet eine einheitliche Arbeitsumgebung und ermöglicht es dem Unternehmen, die Sicherheit und Wartung der Geräte zu kontrollieren. Es gibt jedoch finanzielle und administrative Überlegungen, die bei der Implementierung dieser Lösung berücksichtigt werden müssen. Der Arbeitgeber hat jedoch somit in der Regel eine bessere Kontrolle über die Aktualität der Geräte und der Software.
  3. Virtuelle Desktop-Infrastruktur (VDI):
    Eine weitere Möglichkeit besteht darin, auf eine virtuelle Desktop-Infrastruktur (VDI) zurückzugreifen. Dabei wird die gesamte Arbeitsumgebung in der Cloud gehostet und kann von jedem Gerät aus über eine sichere Verbindung abgerufen werden. Auf diese Weise können Mitarbeiter ihre persönlichen Notebooks verwenden, während die Unternehmensdaten und -anwendungen sicher in der Cloud bleiben. VDI-Lösungen bieten eine gute Balance zwischen Sicherheit und Flexibilität. Die Kosten sind leider nicht sehr gering, doch sowohl für den Arbeitnehmer, als auch für den Arbeitgeber eine angenehme Lösung.

 

Wer zahlt das Notebook bzw. den Laptop für das Home-Office?

Die Frage, wer das Notebook oder den Laptop für das Home-Office bezahlt, hängt, wie immer, von verschiedenen Faktoren ab, wie dem Arbeitgeber, den geltenden Arbeitsverträgen oder der rechtlichen Situation in Ihrem Land. Im Allgemeinen gibt es aber folgende, verschiedene Möglichkeiten:

  1. Arbeitgeber stellt das Gerät zur Verfügung:
    Einige Arbeitgeber stellen ihren Mitarbeitern die erforderliche Ausrüstung, wie Laptops, Notebooks oder PCs, für das Home-Office zur Verfügung. In diesem Fall trägt der Arbeitgeber natürlich auch die Kosten.
  2. Bring Your Own Device (BYOD):
    Bei der BYOD-Politik erlaubt der Arbeitgeber den Mitarbeitern, ihre eigenen Geräte für das Home-Office zu verwenden. In diesem Fall wäre es die Verantwortung des Arbeitnehmers, das Gerät zu kaufen und zu warten. Auch ein defektes Gerät zu ersetzen, wäre dann die Aufgabe des Arbeitnehmers und die Kosten dafür gehen auch ihm zu Lasten.
  3. Kostenbeteiligung:
    Es gibt auch Arbeitgeber, die eine Kostenbeteiligung anbieten, bei der sowohl der Arbeitgeber als auch der Arbeitnehmer einen Teil der Kosten tragen. Dies sollte man aber natürlich entsprechend auch schriftlich festhalten, sowie auch vorab klären, ob der Arbeitgeber bei einer Neuanschaffung sich ebenfalls erneut an den Kosten beteiligt. Geräte gehen ja leider irgendwann auch mal kaputt.

Es ist wichtig, die individuellen Richtlinien und Vereinbarungen Ihres Arbeitgebers zu überprüfen. Wenn Sie unsicher sind, wer für das Notebook oder den Laptop verantwortlich ist, sollten Sie sich an Ihre Personalabteilung oder Ihren Vorgesetzten wenden, um dies zu klären.

Fazit zur Nutzung eines eigenen Computers

Die Entscheidung, das private Notebook für die Arbeit zu nutzen, ist eine persönliche und unternehmensspezifische Frage. Es gibt Vor- und Nachteile, die abgewogen werden müssen. Wichtig ist, dass sowohl Arbeitgeber als auch Mitarbeiter die Sicherheitsaspekte berücksichtigen und Maßnahmen ergreifen, um die Vertraulichkeit von Unternehmensdaten zu gewährleisten.

Idealerweise sollten klare Richtlinien und Vereinbarungen getroffen werden, um den Arbeitsfluss und die Sicherheit zu optimieren. Unternehmen können BYOD-Richtlinien implementieren, firmeneigene Geräte bereitstellen oder auf VDI-Lösungen zurückgreifen. Letztendlich sollte das Ziel darin bestehen, sowohl die Produktivität als auch die Sicherheit zu maximieren und ein gesundes Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privatleben zu finden.

Die gesündeste Lösung meiner Meinung nach wird es daher sein, wenn die Firmen die entsprechende Hard- und Software zur Verfügung stellen und auch gleichzeitig auf VDI-Lösungen zurückgreifen. Dies bietet den besten Schutz, erhöht die Effizienz der Heimarbeit und ist auch für die Arbeitnehmer am angenehmsten.

 


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Muss ich mein Nebengewerbe meinem Arbeitgeber mitteilen? https://www.jobfails.de/muss-ich-mein-nebengewerbe-meinem-arbeitgeber-melden/ https://www.jobfails.de/muss-ich-mein-nebengewerbe-meinem-arbeitgeber-melden/#respond Fri, 05 May 2023 18:41:09 +0000 https://www.jobfails.de/?p=1064 In der heutigen Zeit reicht uns oftmals ein einzelner Job nicht mehr aus. Wer aber nun auch noch genügend Zeit für seine Familie, Freunde und Freizeit haben möchte, der schafft es kaum, einen Minijob nebenher auszuführen. Wieso also nicht ein Nebengewerbe starten, bei dem man selbstständig arbeitet und sich die Zeiten passend einteilen kann? Wenn […]

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In der heutigen Zeit reicht uns oftmals ein einzelner Job nicht mehr aus. Wer aber nun auch noch genügend Zeit für seine Familie, Freunde und Freizeit haben möchte, der schafft es kaum, einen Minijob nebenher auszuführen. Wieso also nicht ein Nebengewerbe starten, bei dem man selbstständig arbeitet und sich die Zeiten passend einteilen kann?

Wenn du ein Nebengewerbe oder eine Nebentätigkeit ausübst, stellt sich allerdings oft die Frage, ob du deinen Arbeitgeber auch darüber informieren musst oder nicht. Die Antwort darauf hängt von verschiedenen Faktoren ab und ist nicht immer einfach zu beantworten. In diesem Blogartikel werden wir uns genauer mit dem Thema befassen und einige wichtige Aspekte erläutern, die du dabei berücksichtigen solltest.

Was ist ein Nebengewerbe?

Zunächst einmal ist es wichtig zu klären, was ein Nebengewerbe überhaupt ist. Ein Nebengewerbe bezeichnet eine selbstständige Tätigkeit, die eine Person neben ihrem Hauptberuf ausübt. Es handelt sich hierbei um eine Erwerbstätigkeit, die neben dem regulären Einkommen erzielt wird. Ein Nebengewerbe kann verschiedene Formen annehmen, wie beispielsweise das Anbieten von Dienstleistungen oder der Verkauf von Waren. Wichtig ist, dass es sich um eine selbstständige Tätigkeit handelt, bei der die Person eigenverantwortlich agiert und nicht in einem Angestelltenverhältnis steht. Um ein Nebengewerbe anzumelden, muss in der Regel ein Gewerbeschein beim zuständigen Gewerbeamt beantragt werden. Es ist zu beachten, dass dabei bestimmte Regeln und Vorschriften, wie beispielsweise Steuervorschriften, bei der Ausübung eines Nebengewerbes berücksichtigt werden müssen.

Wann muss ich eine Nebentätigkeit anmelden?

Die Anmeldepflicht einer Nebentätigkeit beim Amt hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel der Art und dem Umfang der Nebentätigkeit sowie der jeweiligen gesetzlichen Regelungen in deinem Land oder Region. In der Regel musst du jedoch eine Nebentätigkeit beim Amt anmelden, wenn diese steuerpflichtig ist oder als Gewerbe angemeldet werden muss.

Im Allgemeinen solltest du also eine Nebentätigkeit beim Amt anmelden, wenn du selbstständig tätig bist und Einkünfte aus dieser Tätigkeit erzielst. Je nach Art und Umfang der Nebentätigkeit kann es sein, dass du dich als Freiberufler/in, Gewerbetreibende/r oder auch als Kleingewerbetreibende/r anmelden musst. Auch eine Anmeldung als Freiberufler/in oder Gewerbetreibende/r kann von Land zu Land unterschiedlich sein, daher solltest du dich im Zweifelsfall bei deinem  zuständigen Gewerbeamt oder Finanzamt informieren.

Wenn du als Arbeitnehmer/in eine Nebentätigkeit ausübst und neben deinem Gehalt zusätzliche Einkünfte erzielst, musst du diese Einkünfte in der Regel in deiner Steuererklärung angeben. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine steuerpflichtige oder eine steuerfreie Tätigkeit handelt. Du musst die Einkünfte angeben und gegebenenfalls Steuern darauf zahlen. In jedem Fall empfiehlt es sich, sich im Vorfeld genau über die Anmeldepflicht und die damit verbundenen steuerlichen und rechtlichen Vorschriften zu informieren und gegebenenfalls professionellen Rat einzuholen.

Muss ich meinem Arbeitgeber mitteilen, dass ich ein Nebengewerbe habe?

Nun stellt sich zusätzlich die Frage, ob du dein Nebengewerbe deinem Arbeitgeber mitteilen musst. Grundsätzlich gibt es hier keine klare gesetzliche Regelung, die besagt, dass du deinen Arbeitgeber darüber informieren musst. Es kann jedoch sein, dass sich aus deinem Arbeitsvertrag oder aus betrieblichen Regelungen ein Mitteilungs- oder Genehmigungserfordernis ergibt. In diesem Fall solltest du dich auf jeden Fall an diese Vorgaben halten.

Auch wenn du rechtlich nicht dazu verpflichtet bist, dein Nebengewerbe deinem Arbeitgeber mitzuteilen, kann es dennoch sinnvoll sein, dies zu tun. Insbesondere dann, wenn es sich um eine Tätigkeit handelt, die in Konkurrenz zu deinem Arbeitgeber steht oder zeitlich und/oder inhaltlich mit deinem Hauptberuf kollidiert. In diesen Fällen kann es zu Interessenkonflikten kommen, die im schlimmsten Fall zu einer Kündigung führen können.

Indem du deinen Arbeitgeber über dein Nebengewerbe informierst, zeigst du Offenheit und Transparenz und vermeidest mögliche Konflikte im Vorfeld. Zudem kann dein Arbeitgeber in manchen Fällen auch hilfreiche Tipps und Ratschläge geben oder sogar bereit sein, dich bei deinem Nebengewerbe zu unterstützen.

Wie teile ich meinem Arbeitgeber meine Nebentätigkeit mit?

Wenn du dein Nebengewerbe deinem Arbeitgeber mitteilen möchtest, solltest du dies am besten in einem persönlichen Gespräch tun. Erkläre dabei, um welche Art von Tätigkeit es sich handelt und wie viel Zeit du dafür aufwendest. Zeige auch auf, dass dein Nebengewerbe deine Arbeitsleistung in deinem Hauptberuf nicht beeinträchtigt. Du solltest im besten Fall darauf bestehen, dass ihr schriftlich etwas darüber festhaltet, damit es später nicht irgendwann heißt, der Chef könne sich an das Gespräch nicht erinnern. Hierzu erfährst du auch mehr im Artikel darüber, warum man sich alles schriftlich geben lassen sollte.

Insgesamt lässt sich aber festhalten, dass es keine einheitliche Antwort darauf gibt, ob du dein Nebengewerbe deinem Arbeitgeber mitteilen musst oder nicht. Es hängt immer von den individuellen Umständen ab. Es kann jedoch sinnvoll sein, deinen Arbeitgeber darüber zu informieren, um mögliche Konflikte zu vermeiden und eine offene Kommunikation zu fördern. Solltest du dir jedoch sicher sein, dass die Tätigkeit keinen Grund zur Diskussion liefert, dann kannst du es auch einfach lassen. Die Entscheidung liegt ganz bei dir.

Muss der Arbeitgeber eine Nebentätigkeit genehmigen?

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben oft Interessen und Talente, die nicht unbedingt mit ihrem Job verbunden sind. Möglicherweise möchten sie in ihrer Freizeit einer Nebentätigkeit nachgehen, sei es als Hobby oder um ihr Einkommen zu verbessern. Doch muss der Arbeitgeber eine solche Nebentätigkeit genehmigen?

Grundsätzlich ist eine Nebentätigkeit erlaubt, solange sie nicht mit den Pflichten des Arbeitnehmers im Hauptjob kollidiert oder dem Arbeitgeber schadet. Eine solche Konfliktsituation kann entstehen, wenn die Nebentätigkeit die Arbeitsleistung im Hauptjob beeinträchtigt. Der Arbeitgeber kann dann verlangen, dass der Arbeitnehmer entweder auf die Nebentätigkeit verzichtet oder eine Genehmigung dafür einholt.

Es gibt jedoch auch Fälle, in denen eine Nebentätigkeit mit dem Hauptjob vereinbar ist. Zum Beispiel kann ein Softwareentwickler in seiner Freizeit als Musiklehrer arbeiten, ohne dass dies Auswirkungen auf seine Arbeit hat. In diesem Fall ist keine Genehmigung des Arbeitgebers erforderlich.

Was tun, wenn im Arbeitsvertrag ein Nebengewerbe ausgeschlossen ist?

In manchen Arbeitsverträgen ist jedoch eine Klausel enthalten, die den Arbeitnehmer verpflichtet, Nebentätigkeiten anzumelden oder Genehmigung einzuholen. In diesem Fall ist der Arbeitnehmer verpflichtet, seine Nebentätigkeit dem Arbeitgeber mitzuteilen und um Genehmigung zu bitten. Der Arbeitgeber kann dann entscheiden, ob die Nebentätigkeit mit dem Hauptjob vereinbar ist und ob sie genehmigt wird oder nicht.

Wichtig ist außerdem zu beachten, dass der Arbeitgeber in der Regel kein Recht hat, eine Nebentätigkeit grundsätzlich zu verbieten, es sei denn, sie beeinträchtigt die Arbeitsleistung im Hauptjob oder stellt ein Konkurrenzgeschäft dar. Eine solche Einschränkung muss jedoch klar im Arbeitsvertrag festgehalten sein. Ein generelles Verbot von jeglichen Nebentätigkeiten in einer Vertragsklausel ist zu scharf formuliert und kann angefochten werden.

Wenn der Arbeitnehmer eine Nebentätigkeit trotz einer Vertragsklausel ohne Genehmigung ausübt und der Arbeitgeber davon erfährt, kann dies Konsequenzen haben. Der Arbeitgeber kann den Arbeitnehmer abmahnen oder sogar fristlos kündigen, wenn die Nebentätigkeit dadurch einen Verstoß gegen arbeitsvertragliche Pflichten darstellt.

In jedem Fall ist es ratsam, die eigene Nebentätigkeit mit dem Arbeitgeber zu besprechen und sich eine Genehmigung einzuholen, wenn dies erforderlich ist. Dies schafft Klarheit und vermeidet mögliche Konflikte und negative Konsequenzen.

Welche Vorteile hat es, eine Nebentätigkeit vor Vertragsunterzeichnung genehmigen zu lassen?

Es gibt mehrere Vorteile, eine Nebentätigkeit vor Vertragsunterzeichnung genehmigen zu lassen:

    1. Rechtliche Klarheit

Wird eine Nebentätigkeit bereits vor Vertragsunterzeichnung genehmigt, gibt es keine Unsicherheit darüber, ob die Tätigkeit erlaubt ist oder nicht. Dies kann dazu beitragen, mögliche Konflikte zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu vermeiden.

    1. Vermeidung von Interessenskonflikten

Eine Genehmigung der Nebentätigkeit vor Vertragsunterzeichnung kann auch dazu beitragen, Interessenkonflikte zu vermeiden. Wenn eine Nebentätigkeit während der Arbeitszeit des Hauptjobs ausgeübt wird oder das Potenzial hat, den Hauptjob zu beeinträchtigen, kann dies zu Problemen führen. Wenn die Nebentätigkeit jedoch vor Vertragsunterzeichnung genehmigt wurde, kann dies dazu beitragen, solche Konflikte zu vermeiden.

    1. Vermeidung von Vertragsverletzungen

Enthält der Arbeitsvertrag eine Klausel, die den Arbeitnehmer verpflichtet, Nebentätigkeiten anzumelden oder eine Genehmigung einzuholen, kann das Unterlassen dieser Anmeldung oder Genehmigung zu Vertragsverletzungen führen. Wenn die Nebentätigkeit jedoch vor Vertragsunterzeichnung genehmigt wurde, kann dies dazu beitragen, Vertragsverletzungen zu vermeiden.

    1. Vertrauensbasis schaffen

Holt der Arbeitnehmer die Genehmigung für eine Nebentätigkeit vor Vertragsunterzeichnung ein, kann dies dazu beitragen, eine Vertrauensbasis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufzubauen. Der Arbeitgeber weiß, dass der Arbeitnehmer transparent und verantwortungsbewusst handelt und der Arbeitnehmer weiß, dass der Arbeitgeber ihm bei der Ausübung einer Nebentätigkeit entgegenkommt.

Fazit:

Insgesamt kann eine Genehmigung der Nebentätigkeit vor Vertragsunterzeichnung dazu beitragen, eine klare und transparente Beziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu schaffen, die auf gegenseitigem Vertrauen basiert und mögliche Konflikte vermeidet. Wer jedoch damit rechnet, dass der Chef ablehnend reagieren wird, der sollte sich überlegen, ob er seine Nebentätigkeit überhaupt erwähnt.

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Welche Qualifikationen sind wirklich nötig für das Berufsleben? https://www.jobfails.de/welche-qualifikationen-sind-wirklich-noetig-fuer-das-berufsleben/ https://www.jobfails.de/welche-qualifikationen-sind-wirklich-noetig-fuer-das-berufsleben/#respond Sat, 20 Apr 2019 21:50:14 +0000 https://www.jobfails.de/?p=282 “Du musst unbedingt das Abitur machen!” “Suche dir lieber einen guten Ausbildungsplatz!” “Nur Studieren ist der richtige Weg ins Berufsleben!” Es gibt sehr unterschiedliche Meinungen darüber, wie man sein Berufsleben starten sollte und auch in jeder Familie gibt es andere Werte und Normen, die vermittelt werden. Aber welche Qualifikationen bringen einem wirklich etwas im späteren […]

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“Du musst unbedingt das Abitur machen!”
“Suche dir lieber einen guten Ausbildungsplatz!”
“Nur Studieren ist der richtige Weg ins Berufsleben!”

Es gibt sehr unterschiedliche Meinungen darüber, wie man sein Berufsleben starten sollte und auch in jeder Familie gibt es andere Werte und Normen, die vermittelt werden. Aber welche Qualifikationen bringen einem wirklich etwas im späteren Berufsleben weiter? Sollte man ein Studium absolvieren oder doch eher eine Ausbildung und wie sinnvoll ist das Abitur eigentlich noch?

Ich kann natürlich nur für mich sprechen und meine Erfahrungen mit euch teilen, dass heißt aber nicht, dass ihr plötzlich euer Studium hinwerfen oder die Schule vorschnell beenden sollt. Dies entscheidet bitte ganz alleine für euch und nach reichlicher Überlegung.

Auf dem Gymnasium in der 12. Klasse damals wurden meine Noten leider immer schlechter und auch die Motivation verschwand, als man uns mit den jüngeren Abiturienten, die ihr Abitur um ein Jahr verkürzt hatten, zusammensteckte.
Nach einer ausführlichen Beratung erfuhr ich dann, dass ich nach der 11. Klasse auf dem Gymnasium bereits den theoretischen Teil für das Fach-Abitur in der Tasche habe und nur im Anschluss eine Ausbildung abschließen müsse, damit ich auch den praktischen Teil erwerben kann. Für mich war klar, dass ich das Abitur nicht mit guten Noten bestehen kann und die Gefahr bestand, dass ich die 12. Klasse wiederholen müsse, somit entschied ich mich dafür, die Schule zu beenden und direkt eine Ausbildung zu suchen. Studieren wollte ich nämlich nicht mehr, da mir da viel zu viel Zeit ins Land strich: Meinen Kindheitstraum von einer Gerichtsmedizinerkarriere habe ich somit leider nicht verwirklicht und der Grund dafür ist leider die viel zu kostbare Lebenszeit. Ein Studium in der Gerichtsmedizin dauert nämlich mindestens 12  Semester, also 6 Jahre!!!

Danach folgt in der Regel eine fünfjährige Weiterbildung zum Rechts-oder Gerichtsmediziner. Tja und wenn ihr das dann alles so geschafft habt, dann verdient ihr durchschnittlich ca. 3.500 Brutto im Monat. Und auch in anderen Ländern sieht es hier nicht besser aus. Das traurige daran ist, dass ihr so viel Zeit, Kraft und Energie in diese Bildung legt, aber es sich am Ende gar nicht wirklich lohnt. Die Absprungrate in diesem Studiengang liegt daher bei fast bei 98 %. Mit Ende 30 oder Anfang 40 seid ihr dann endlich fertig ausgebildet und könntet richtig Geld verdienen. Doch was ist mit der Familienplanung?

Ich habe realistischerweise für mich einen anderen Weg eingeschlagen und mir daher eine Ausbildungsstelle gesucht. Als fertig ausgebildete Kauffrau für Bürokommunikation kann ich jedoch sagen, dass mir auch die Ausbildung nicht viele neue Erkenntnisse oder gar Fähigkeiten gebracht hat. 85% des in der Ausbildung notwendigen Wissens haben ich vorab bereits in der Schule gelernt, bzw. mit in der Zwischenzeit selbst beigebracht, sodass ich trotz einer langen Fehlzeit den Ausbildungsinhalt ohne Einbuße mitbekommen habe. Im Grunde reicht es auch vollkommen aus, wenn man sich vorab mit der Fragestellung von IHK-Prüfungen auseinander setzt und alte Prüfungen durchgeht. Danach lässt sich ein Muster erkennen und man kann sich hervorragend darauf vorbereiten. Der Inhalt in den Berufsschulen reicht nämlich nur dürftig aus, um die Prüfungen zu bestehen.

Euer Abschluss sagt also auch recht wenig über eure tatsächlichen Fähigkeiten aus. Man kann immer einen schlechten Moment im Leben haben, wo man sich auch einfach nicht auf banale Dinge wie irgendeinen Abschluss konzentrieren kann und schon versaut man sich seinen Durchschnitt. Glücklicherweise stellen viele Firmen mittlerweile Ihre Azubis oder Angestellten nach bestimmten “Wunscheigenschaften” ein, weshalb ein Abschluss zweitrangig wird.

Bei einem meiner alten Arbeitgeber war das die Tatsache, dass ich während meiner Schulzeit nebenbei in einem Callcenter für ein Versandhaus gearbeitet habe und somit schon Erfahrung im Umgang mit Kunden am Telefon nachweisen konnte. Diese Fähigkeit habe ich in meiner ganzen Ausbildungszeit nicht erlernt, sondern einfach durch Erfahrung bereits vorher aufgebaut. Andere Firmen im Bekanntenkreis haben tatsächlich für neue Azubis festgelegt, dass diese unbedingt einen Führerschein haben sollten. Auf dem Dorf ist das auch fast bei jedem Jugendlichen so, dass mit 18 Jahren auch direkt der Führerschein gemacht wurde, jedoch kann sich nicht jeder diesen bereits zur Schulzeit leisten, sondern erst durchs Ansparen vom Ausbildungsgehalt. Wenn man diese jedoch ohne Führerschein nicht beginnen kann, sieht es eher unschön für die Zukunft aus.

Mein Fazit:

Spätestens nach eurem ersten Arbeitgeber fragt euch niemand mehr nach irgendeinem Abschluss und es zählen nur noch die Fähigkeiten, die Ihr bereits beherrscht oder erwerben könnt. Wie gut euer Abitur gewesen ist oder wie viele Semester lang euer Studium war, das wird plötzlich ganz nebensächlich und schmückt nur noch die sonst leeren Zeilen in eurem Lebenslauf.

Mein Tipp ist daher: Konzentriert euch auf eure Stärken, arbeitet diese aus und werdet Profis in den Dingen, die euch eh schon liegen, dann könnt ihr auch einen guten Job machen und es interessiert niemanden mehr, ob Ihr darüber eine Qualifikation habt oder nicht.

 

 

 

 

 

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5 Gründe, schnell wieder den Arbeitgeber zu wechseln https://www.jobfails.de/5-gruende-schnell-wieder-den-arbeitgeber-zu-wechseln/ https://www.jobfails.de/5-gruende-schnell-wieder-den-arbeitgeber-zu-wechseln/#respond Mon, 25 Mar 2019 21:06:45 +0000 https://www.jobfails.de/?p=208 Das ein oder andere Mal kann es tatsächlich vorkommen, dass ihr erst soeben einen neuen Job angefangen habt und euch eigentlich sehr wohl fühlt, sodass ihr die offensichtlichen Warnzeichen nicht wahrnehmen könnt. Ihr lasst euch blenden und glaubt, dass dieses Mal alles besser kommen wird, als beim vorherigen Arbeitgeber. Natürlich wünsche ich euch das, dennoch […]

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Das ein oder andere Mal kann es tatsächlich vorkommen, dass ihr erst soeben einen neuen Job angefangen habt und euch eigentlich sehr wohl fühlt, sodass ihr die offensichtlichen Warnzeichen nicht wahrnehmen könnt.
Ihr lasst euch blenden und glaubt, dass dieses Mal alles besser kommen wird, als beim vorherigen Arbeitgeber. Natürlich wünsche ich euch das, dennoch solltet ihr sehr wachsam sein und sensibel gegenüber einigen, sehr offensichtlichen Gründen, schnell wieder den Arbeitgeber zu wechseln.

Das Dilemma beginnt alleine schon bei der Firmenpräsenz. Oftmals sagt alleine schon der Internetauftritt viel über einen potenziellen Arbeitgeber aus. Besonders, wenn im  Bereich des Marketings oder der IT gesucht wird, jedoch die Webseite in einem alten Design mit sämtlichen Rechtschreibfehlern und einem schlechten Quellcode ausgestattet ist. Nun denkt man sich, dass man sich lieber ein persönliches Bild von dem Unternehmen macht und lässt sich auf ein Vorstellungsgespräch ein.

Der ein oder andere ist glücklicherweise mit der Fähigkeit geboren worden, andere Menschen direkt zu durchschauen und Unwahrheiten direkt zu erkennen, den meisten von uns ergeht es aber eher so, dass man eben nur vor den Kopf gucken kann. So lassen wir uns erstmal viel erzählen und ansprechend reden. Unser Interesse wurde geweckt und man hat richtig Lust auf die neue Stelle bekommen.
Einige mögen eventuell aus Freude und Berufung arbeiten, andere jedoch nur, weil das Portemonnaie es sagt. Um nicht wieder ins Klo gegriffen zu haben, sollten wir also die Warnzeichen vorab erkennen und im Zweifel den Arbeitgeber wieder wechseln. Schließlich ist das Leben zu kurz, um sich mit einem schlechten Arbeitgeber zufrieden zu geben.

5 Gründe für den Wechsel:

  1. Zu späte Gehaltszahlungen
    Besonder dann, wenn eurer Gehalt immer mal wieder zu spät bei euch ankommt, solltet ihr unverzüglich mit Verzugszinsen drohen, die euch gesetzlich sogar zustehen. Schließlich müsst ihr eure Miete und die Rechnungen pünktlich zahlen, da könnt ihr nicht akzeptieren, dass euer Lohn zu spät gezahlt wird. Sprecht dies direkt beim ersten Verzug an, oder wechselt direkt den Arbeitgeber.
  2. Fluktuation im Ungleichgewicht
    Wenn ihr erst eben für eine offene Stelle eingesetzt wurdet, aber im gleichen Atemzug mehrere Angestellte entlassen wurden oder kündigen, sollten eure Alarmglocken läuten. Fluktuation ist natürlich in jedem Unternehmen vertreten, aber wenn mehr Leute gehen, als kommen, dann sollte dies bereits ein Warnhinweis für euch sein. Die Fluktuation ist im Ungleichgewicht und oftmals ist der Schritt zum Auslagern der Tätigkeiten oder dem Verpachten des Geschäftszweiges nicht mehr weit. Fragt offen bei euren Kollegen nach, wie die Stimmung im Allgemeinen ist und seid auf der Hut, oder wechselt direkt den Arbeitgeber.
  3. Versprochen ist Versprochen
    Das häufigste Versprechen ist wohl jenes, dass es nach der Einarbeitungszeit mehr Gehalt gibt. Die wenigsten Unternehmen kommen diesem Versprechen nach, einige nur nach jahrelangem nervenden Nachfragen. Dabei ist es verdammt wichtig, dass Versprechen gehalten werden. Schließlich erwartet man dies auch von euch und möchte, dass man sich auf seine Mitarbeiter verlassen kann. Wenn man dann als Unternehmen nicht selbst zu seinem Wort steht, spricht das gegen einen guten Arbeitgeber. Lasst euch daher direkt im Vertrag vermerken, dass es eine Gehaltserhöhung (oder mehr Urlaub) ab einem gewissen Zeitpunkt gibt, oder wechselt direkt den Arbeitgeber.
  4. Unstrukturierte Führungskräfte
    Nicht immer ist einem vom vornherein klar, wer nun der direkte Vorgesetzte ist, sodass man dies erst im Arbeitsalltag “herausfinden” muss. Wenn sich nun feststellen lässt, dass Chef A 40% vom Unternehmen besitzt und Chef B 55%, dann bleiben für Chef C nur noch 5%. Chef C sagt euch nun, welche Aufgabe zuerst erledigt werden muss, bis Chef A kommt und euch eine andere Aufgabe erteilt, die schnell erledigt werden muss. Nun kommt später noch Chef B dazu und fragt verwirrt, wieso ihr diese Aufgaben erledigt, die seien unwichtig, ihr sollt doch bitte seine Aufgabe erledigen. Ihr wollt natürlich alle Aufgaben gleichermaßen erfüllen und arbeitet nach der Dringlichkeit, die vorgegeben wurde. Da kommt Chef A zu euch und schimpft darüber, dass für Chef C eine Aufgabe erledigt wurde. Dieser sei nicht euer direkter Chef. Nun sitzt ihr zwischen den Stühlen, denn unabhängig davon, sind dies alles eure Vorgesetzten und Führungskräfte. Passend zum vorherigen Punkt, kann es auch dazu kommen, dass Chef B euch etwas versprochen hat, jedoch Chef A und Chef C dem nicht zustimmen, weshalb das Versprechen nicht gehalten werden kann.
    Klärt daher unbedingt vorher ab, von welchem Chef ihr direkte Anweisungen bekommt und legt fest, dass ihr nur diese priorisiert bearbeiten werdet, oder wechselt direkt den Arbeitgeber.
  5. Taube Ohren
    Zu Beginn wird man euch sicherlich erklärt haben, dass man als Unternehmen offen für Verbesserungen sei und diese gerne jederzeit angesprochen werden sollen. So seid ihr erpicht darauf, diese auch bei den Teammeetings anzusprechen und gegebenenfalls habt ihr bereits eine Lösung parat. Dankbar nimmt eure Verbesserungsvorschläge an und diskutiert diese auch im Team. Aber selbst nach 8 Monaten und mehrmaliger Ansprache hat sich nichts geändert. Im Gegenteil, denn nun werden Gründe erfunden, weshalb dies doch nicht umgesetzt werden kann oder eventuell wird dies auf eine andere Abteilung geschoben. Wenn ihr jetzt noch den Jackpot gezogen habt, dann habt ihr einen Arbeitgeber gefunden, der die Gründe bei den Mitarbeitern sucht und dort den Druck erhöht, da dies für ihn einfacher ist, als an den Problemlösungen zu arbeiten. Ihr stoßt unweigerlich auf taube Ohren und dürft lieber ein paar Überstunden kloppen, als dass sich jemand hinsetzt und das ursprüngliche Problem angeht, wessen Lösung auf lange Sicht hin die Arbeit für alle erleichtern würde. Daher schaut euch das Feedback-Programm des Arbeitgebers ganz genau an und wie dieser die Lösungsvorschläge von Mitarbeitern angeht, oder wechselt direkt den Arbeitgeber.

Sicherlich treffen diese 5 Gründe nicht überall zu und nicht immer muss sich das Schlimmste bewahrheiten, jedoch ist Vorsicht besser als Nachsicht. Ihr habt es verdient, einen fairen und vernünftigen Arbeitgeber zu haben, also lasst nicht zu, dass diese Dinge euch schlimmstenfalls den Spaß an der Arbeit verderben oder gar in eine Depression treiben. Denn Arbeit sollte ein Geben und Nehmen sein, ein Miteinander. Nur so kann ein Arbeitnehmer auch gute Arbeit leisten.

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